Autonomie Feiern:

Freiheit ist besser, als halbherzige Autonomie.

Am Montag, den 5. September finden die „Feierlichkeiten“ anläßlich 50 Jahre zweites Autonomiestatut und 30 Jahre Streitbeilegungserklärung statt. Grund zum Feiern gibt es aber wenig, denn die Süd-Tirol-Autonomie wurde in den letzten Jahren von Italien stetig ausgehöhlt und steht heute vielfach schlechter da, als vor der Streitbeilegung 1992. In einer gemeinsamen Stellungnahme rufen die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll und Myriam Atz-Tammerle, sowie die Landtagskandidatin der FPÖ-Tirol, Gudrun Kofler, daher zu neuen Perspektiven für Süd-Tirol auf. Es gilt, die Rolle Österreichs als Vaterland und Schutzmacht für Süd-Tirol neu zu beleben und darüberhinaus langfristig eine vollständige Unabhängigkeit Süd-Tirols von Italien voranzutreiben.

Es ist bezeichnend für den desolaten Zustand der Autonomie und das politische Desinteresse an Süd-Tirol, wenn sowohl Bundeskanzler Karl Nehammer, als auch Ministerpräsident Mario Draghi ihre Teilnahme an den Autonomie-Feiern einfach absagen. Landeshauptmann Kompatscher hat mit seiner Politik das Land Süd-Tirol in eine zunehmende Abhängigkeit von Italien manövriert und muss nun die Reste einer zerrupften Autonomie feiern, für die sich in Österreich und Italien offensichtlich kaum noch jemand interessiert.

„Es ist höchst an der Zeit, dass Österreich seine Schutzmachtstellung endlich ernstlich wahrnimmt, zumal es nach wie vor einen aufrechten Beschluss des Nationalrates über die Möglichkeit der Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Süd-Tiroler gibt. Es wäre in der Süd-Tirol-Thematik vor allem auch Aufgabe der Tiroler Landesregierung, sich für ihre Landsleute südlich des Brenners stark zu machen und in dieser Sache entsprechenden Druck auf die Bundesregierung auszuüben. Eine echte und ernstgemeinte politische Zusammenarbeit der Landesteile wäre – neben vielen, bereits oft angesprochenen Vorteilen – auch hier von größter Wichtigkeit!“ so Gudrun Kofler.

Gerade jetzt wäre ohnehin höchste Wachsamkeit gefordert, denn wenn nach den Parlamentswahlen in Italien die bekennende Mussolini-Verehrerin Giorgia Meloni neue Ministerpräsidentin wird, droht Süd-Tirol großes Ungemach. Ihre Aussage, dass all jene Süd-Tiroler, die sich nicht als Italiener fühlen, über den Brenner verschwinden sollen, ist eine klare Kampfansage an Süd-Tirol und die Autonomie.

Süd-Tirol braucht daher endlich neue Perspektiven, die über die Zugehörigkeit zu Italien hinausgehen. Die Geschichte Süd-Tirols hört nicht mit dem zweiten Autonomiestatut auf. Langfristig ist eine echte Unabhängigkeit für Süd-Tirol jedenfalls besser, als eine halbherzige Autonomie.

Wer ein grenzenloses Europa will, muss mit der Beseitigung der Unrechtsgrenze am Brenner anfangen. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker bietet alle demokratischen Mittel für Süd-Tirol, diese Grenze zu überwinden und die eigene Zukunft selbst zu gestalten. Gemeinsam wollen wir dieses Ziel nördlich und südlich des Brenners vorantreiben.

L.-Abg. Sven Knoll,
L.-Abg. Myriam Atz-Tammerle,
FPÖ-Landtagskandidatin Gudrun Kofler.

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