Versicherung für Ärzte gestrichen:

Werden auch Zerzer und Kompatscher wegen Unfähigkeit entlassen?

Die Süd-Tiroler Freiheit übt scharfe Kritik an der Entscheidung des Sanitätsbetriebes, die Mitarbeiter zukünftig nicht mehr gegen Behandlungsfehler zu versichern. Alle Mitarbeiter müssen sich nun selbst versichern. Damit werden auch noch die letzten motivierten Ärzte und Pfleger im Süd-Tiroler Gesundheitswesen vergrault. Als vor vier Jahren der damalige Generaldirektor Thomas Schael die Versicherung schon einmal streichen wollte, hat man seinen Arbeitsvertrag wegen „schwerer Versäumnisse“ beendet, nun machen Generaldirektor Zerzer und der zuständige Landesrat Kompatscher genau das Gleiche. Werden nun auch Zerzer und Kompatscher wegen Unfähigkeit entlassen?

Schlechte Bezahlung, Überstunden, Geringschätzung und nun auch noch ohne Versicherung. Es darf nicht Wunder nehmen, wenn immer mehr Mitarbeiter dem Süd-Tiroler Gesundheitswesen den Rücken kehren und auswandern. Bereits in der Corona-Krise hat man die eigenen Mitarbeiter teilweise wie „Aussätzige“ behandelt und diese ohne Not von der Arbeit suspendiert. Nun streicht man den eigenen Mitarbeitern auch noch die Versicherung und setzt sie damit der Gefahr von finanziellen Schadenersatzklagen aus.

Der Abschluss dieser Versicherung ist nicht freiwillig, sondern eine gesetzliche Verpflichtung. Wenn sich die Mitarbeiter nun selbst versichern müssen, bedeutet dies nicht nur Mehrkosten, sondern wohl auch schlechtere Bedingungen und im schlimmsten Fall sogar eine schlechtere Absicherung.

In Österreich, Deutschland und der Schweiz werden den Mitarbeitern nicht nur bessere Arbeitsbedingungen und Entlohnungen, sondern teilweise sogar Wohnungen und Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung gestellt, während man in Süd-Tirol nicht einmal mehr für die Versicherung der eigenen Mitarbeiter aufkommen will. Wie will das Süd-Tiroler Gesundheitswesen unter solchen Umständen konkurrenzfähig und attraktiv bleiben?

Die Süd-Tiroler Freiheit spricht den Mitarbeitern des Süd-Tiroler Gesundheitswesens die volle Solidarität und Unterstützung aus und fordert den Landesrat und den Sanitätsdirektor auf, umgehend dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter wieder versichert werden. Wenn sie das nicht können oder wollen, sollen sie ihre eigenen Maßstäbe, die gegenüber Thomas Schael galten, auch auf sich selbst anwenden. Auf zwei unfähige Verwalter kann Süd-Tirol nämlich verzichten, auf die vielen fleißigen Ärzte und Pfleger im Gesundheitswesen jedoch sicher nicht.

L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.

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