Italienisches Chaos in Süd-Tirol

Bananenrepublik: Acht Monate warten auf einen Reisepass!

Wer in Bozen einen Reisepass beantragen will, muss über ein halbes Jahr auf einen Termin warten! Über sieben Monate sind es in Meran! Danach vergehen noch drei Wochen, bis das Dokument abholbereit ist. „Diese Wartezeiten sind skandalös und nicht zu rechtfertigen“, kritisiert Werner Thaler, Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit. Zum Vergleich: In Österreich bekommt man den Pass nach einem Tag!

Für Thaler sind die Wartezeiten ein Beispiel dafür, wie ineffizient der italienische Staat in Süd-Tirol arbeitet. Und es wird immer schlimmer: Vor drei Jahren betrug die Wartezeit „nur“ 70 Tage.

Der Termin für den Antrag um einen Reisepass muss online vorgemerkt werden, über eine teils einsprachige italienische Webseite. Außerdem kann der Reisepass oftmals nur in Bozen und Meran gebucht werden. In den Gemeinden ist die Vormerkung erst gar nicht möglich!

Deshalb fordert die Süd-Tiroler Freiheit, dass die Beantragung des Reisepasses in jeder Gemeinde möglich sein sollte. Zudem müsse sich die Landesregierung einschalten: „Auch wenn das Land hier nicht zuständig ist, muss Süd-Tirol alles daran setzen, damit der Dienst reformiert wird. Was der Staat nicht imstande ist, muss das Land selber machen“, betont Thaler.

Wie läuft es in Österreich?

In Österreich braucht man keinen Termin vormerken, um den Pass anzufordern. Gegen einen Aufpreis für den „Ein-Tages-Expresspass“ wird dieser schon am nächsten Tag zugestellt. Grundsätzlich wird der Reisepass innerhalb von fünf Werktagen per Post geliefert. Ähnliche Wartezeiten gelten auch für Österreicher im Ausland.

Hätten die Süd-Tiroler wieder ihre österreichische Staatsbürgerschaft, könnten sie den österreichischen Reisepass an einem Tag erhalten“, unterstreicht Thaler.

Werner Thaler, Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit.

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