Hausärztin lässt aufhorchen

Ärztemangel: Endlich neue Wege gehen, statt Autonomie aushebeln!

Warum findet Süd-Tirol zu wenig Ärzte? Wegen der Pflicht zur Zweisprachigkeit? Die Antwort lautet Nein, ist die Süd-Tiroler Freiheit überzeugt. Eine Allgemeinmedizinern, die gerne nach Süd-Tirol zurück gekommen wäre, spricht die Probleme offen an und lässt aufhorchen.

Die Medizinerin berichtet in einem Schreiben an Landeshauptmann Kompatscher von massiven bürokratischen Hürden, von Hausarztstellen, die nur einmal im Jahr vergeben würden und von einer „Medizin, wie vor 30 Jahren“! Verantwortliche im Sanitätsbetrieb räumen „einen Riesenunterschied bei der Bürokratie im Vergleich zum Ausland“ ein! Daneben sind die Löhne in Österreich, der Schweiz und Deutschland oft höher, das System effizienter und die Lebenskosten meist niedriger.

Fakt ist: Süd-Tirol ist für die eigenen Jungärzte komplett unattraktiv geworden! Der Standort Süd-Tirol wird immer mehr abgehängt! In Umfragen gaben 90 Prozent der Medizinstudenten an, nach dem Studium in Österreich nicht nach Süd-Tirol zurückkehren zu wollen.

Doch was macht Kompatscher, der neben (!) seinen vielen Ämtern auch noch Sanitätslandesrat ist? Er weicht die Pflicht zur Zweisprachigkeit weiter auf, hebelt den Proporz aus und stellt Ärzte aus Italien ein, die kein Wort Deutsch sprechen. Sinnvoller wäre, er würde Maßnahmen ergreifen, um den Beruf der Hausärzte und Ärzte in Süd-Tirol aufzuwerten und wieder attraktiver zu gestalten. Kompatschers Politik fährt Süd-Tirols Gesundheitswesen mit Vollgas an die Wand!

Die Süd-Tiroler Freiheit hat im Landtag öfters weitreichende Maßnahmen vorgeschlagen. So den Bau von Wohnungen für Süd-Tiroler Jungärzte, die automatische Anerkennung von Studientiteln, die Schaffung von Einrichtungen zur Kinderbetreuung, Förderstipendien, damit Maturanten ein Medizinstudium absolvieren, Unterstützung bei der Vorbereitung zur Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium oder eine engere Zusammenarbeit mit Ost- und Nord-Tirol.

Keine Einzelmaßnahme reicht aus, um dem Ärztemangel zu begegnen. Es braucht endlich eine umfassende Reform des Gesundheitswesen! Es ist fünf vor 12!

Süd-Tiroler Freiheit.

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