Unterwanderung Zweisprachigkeit

Nein zu rein italienischsprachigen Pflegekräften!

Der Landtagsklub der Süd-Tiroler Freiheit spricht sich entschieden gegen die Forderung der italienischen Neofaschisten von Fratelli d’Italia aus, in Süd-Tirol auch Pflegekräfte ohne Deutschkenntnisse einzustellen. Eine Regelung, welche es ─ so wie heute schon bei den Ärzten ─ zukünftig auch Pflegekräften erlauben würde, erst nach Jahren die deutsche Sprache zu erlernen, führt nicht zur Mehrsprachigkeit, sondern zur italienischen Einsprachigkeit im Süd-Tiroler Gesundheitswesen.

Die negativen Entwicklungen im Süd-Tiroler Gesundheitswesen zeigen deutlich auf, dass die deutsche Sprache immer weiter zurückgedrängt wird und das Recht auf Gebrauch der Muttersprache in den Krankenhäusern nicht mehr lückenlos gewährt werden kann. Eine weitere Aufweichung der Sprachbestimmung wird diese ohnehin schon inakzeptable Situation noch weiter verschlechtern.

Die Süd-Tiroler Freiheit warnt die SVP daher eindringlich vor einer leichtfertigen Zustimmung zu diesem Antrag. Hinter dem harmlos wirkenden Vorschlag verbirgt sich nämlich eine gezielte Unterwanderung der Zweisprachigkeitsbestimmungen. Es ist doch kein Zufall, dass dieser Antrag ausgerechnet von den italienischen Neofaschisten kommt. Fratelli d’Italia haben erst unlängst gefordert, dass in Süd-Tirol keine Ärzte eingestellt werden dürfen, die nicht Italienisch sprechen. Es geht also nicht darum, rein deutschsprachigen Ärzten und Pflegern die Möglichkeit zu geben, in Süd-Tirol zu arbeiten, sondern es geht darum, dass Italiener angestellt werden, die kein Deutsch lernen müssen.

Die Süd-Tiroler Freiheit hat im März einen eigenen Beschlussantrag auf der Tagesordnung, mit dem unter anderem gefordert wird, dass Ärzten ─ und gerne auch Pflegekräften ─, die über keine Deutsch- bzw. Italienischkenntnisse verfügen, noch vor Arbeitsbeginn ein mehrwöchiger Sprachintensivkurs angeboten wird. Der Besuch dieses Kurses wäre verpflichtend, würde aber bereits voll entlohnt, sodass diese Ärzte und Pfleger erst dann mit den Patienten in Kontakt kämen, sobald die entsprechenden Sprachkenntnisse vorhanden sind. Nur so kann das Recht auf Gebrauch der Muttersprache in Süd-Tirol garantiert werden.

L.-Abg. Sven Knoll,
L.-Abg. Myriam Atz-Tammerle,
Süd-Tiroler Freiheit.

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