Landtagsanfrage ergab:

Ausländeranteil in Mittelschulen fast verdoppelt!

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In den letzten fünf Jahren hat sich in den deutschen Mittelschulen der Ausländeranteil fast verdoppelt. Auch in der deutschen Oberschule ist die Tendenz der ausländischen Schüler stark steigend. Dies ergab eine Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit.

Während im Schuljahr 2018/19 noch 727 Ausländer deutsche Mittelschulen besuchten, sind es im Schuljahr 2022/23 bereits 1.156. Ein Großteil dieser Schüler kommt aus Asien, Afrika und anderen „europäischen“ Nicht-EU-Ländern. Auffallend ist, dass besonders Schüler aus Afrika größtenteils italienische Schulen besuchen und sich somit nicht in die deutsche Sprachgruppe integrieren.

„Diese stark steigende Anzahl von fremdsprachigen Schülern in deutschen Bildungseinrichtungen führt dazu, dass die deutsche Sprache immer schwerer vermittelt werden kann und die deutsche Schule – insbesondere im urbanen Umfeld – nicht mehr ihrem autonomiepolitischen Auftrag zur Vermittlung der deutschen Sprache nachkommen kann“, sagt der Landeshauptmannkandidat der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll.

Angesichts dieser Daten bezeichnet es die Süd-Tiroler Freiheit als bedenklich, dass die Landesregierung nicht einmal weiß, was in den eigenen Schulen vorgeht. Viele Lehrer bemängeln nämlich, dass ausländische Schüler nach Abschluss der deutschen Mittelschule in die italienischen Oberschulen wechseln. Die Süd-Tiroler Freiheit wollte daher mittels einer Landtagsanfrage in Erfahrung bringen, wie hoch der Anteil der Schüler ist, die von einer deutschen in eine italienische Schule wechseln. Die Landesregierung musste jedoch mitteilen, dass hiezu keine Daten vorliegen.

Völlig unbekannt ist der Landesregierung auch, wie viele italienischsprachige Kinder inzwischen in deutschen Schulen eingeschrieben sind. „Wie will die Landesregierung zukünftig auf die Erfordernisse in den Schulen reagieren, wenn sie diese elementaren Daten selbst nicht kennt?“, fragt Knoll.

Die Süd-Tiroler Freiheit sieht sich daher in ihrer Haltung bestätigt, dass die Süd-Tiroler Schule von Grund auf reformiert und modernisiert werden muss. Damit eine Integration fremdsprachiger Schüler in die deutsche Schule (aber auch in die italienische) funktionieren kann, muss man die Anzahl der betroffenen Schüler kennen und dafür Sorge tragen, dass diese vor Eintritt in die Klasse über ausreichende Sprachkenntnisse der jeweiligen Schule verfügen.

Die Süd-Tiroler Freiheit erneuert daher ihren Vorschlag, die Sprachkenntnisse fremdsprachiger Schüler bei Einschreibung in die Schule zu erheben und – sofern notwendig – vorab verpflichtende Sprachintensivkurse durchzuführen.

„Insbesondere für die deutsche Schule muss sichergestellt werden, dass durch ausländische und italienische Schüler in den Klassen der Deutschunterricht ohne Einschränkungen vermittelt werden kann. Vom Fortbestand der deutschen Schule hängt die Zukunft Süd-Tirols ab!“, betont Knoll.

Sven Knoll, Landeshauptmann-Kandidat der Süd-Tiroler Freiheit

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