Mangelnde Transparenz

Erneut Chaos bei Vergabe des Schülertransportes

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Auch in diesem Jahr haben sich Mietwagenfahrer an die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle, gewandt. Wieder einmal soll Chaos bei der internen Vergabe des Schülertransportes durch das KSM (Konsortium Südtiroler Mietwagenunternehmer) herrschen. Die Fahrer klagen erneut über mangelnde Transparenz bei der Vergabe der Strecken und der Bezahlung.

Mit dem Ziel, die Situation in Zukunft zu verbessern, gab es im letzten Jahr eine Aussprache zwischen Vertretern des lvh und KSM sowie Atz Tammerle. Die Landtagsabgeordnete erfuhr jedoch vor kurzem durch betroffene Fahrer, dass sich innerhalb des KSM angeblich nichts verbessert haben soll.

Die Fahrer klagen über mangelnde Transparenz bei der Vergabe von Strecken. Viele Fahrer, die bislang den Schülertransport in ihrer Heimatgemeinde durchgeführt haben, bekamen diesen unerklärlicherweise nicht mehr zugeteilt. Stattdessen sollen sie nun den Dienst in einer anderen Gemeinde verrichten. Dies ist angesichts der Anfahrtswege und des Umweltschutzes völlig unverständlich. Ebenso unverständlich ist die Tatsache, dass kleine Transportfahrzeuge (bis zu neun Schüler) dem höchsten Umweltstandard entsprechen müssen, während für größere Fahrzeuge diese Anforderung nicht gilt.

Mehr Transparenz und klare Kriterien wünschen sich die Fahrer auch bei der Bezahlung. Obwohl die Kosten für Verbrauch und Verschleiß gestiegen sind und sich viele Fahrer aufgrund der Umweltschutz-Anforderungen neue Fahrzeuge zulegen mussten, soll die Bezahlung nicht entsprechend angepasst worden sein.

Einige Mitglieder des KSM zeigten sich erstaunt darüber, dass sie in diesem Jahr überhaupt keine Angebote für den Schülertransport seitens des KSM erhalten haben sollen, trotz offensichtlichem Bedarf an Fahrern. Als die Betroffenen das KSM diesbezüglich kontaktierten, soll es entweder keinerlei Reaktion gegeben haben oder die Fahrer sollen abgewiesen worden sein.

Umso verwunderlicher ist es, dass Fahrer, die nicht Mitglied des KSM sind, offenbar Angebote für den Schülertransport erhalten haben sollen. Besonders merkwürdig ist dabei, dass, sofern diese Fahrer das Angebot nicht innerhalb von 72 Stunden ablehnen, dies als stillschweigende Zustimmung betrachtet werden soll und die Fahrer deshalb verpflichtet sein sollen, den Dienst zu verrichten. „Es stellt sich die Frage, ob diese Vorgehensweise überhaupt rechtlich zulässig ist, insbesondere angesichts der Tatsache, dass diese Fahrer keine Beziehung zum KSM haben. Die Verpflichtungen, die sie dabei eingehen, sind ebenso unklar“, schreibt Atz Tammerle.

Die Landtagsabgeordnete fordert, kurzum, mehr Transparenz bei der Vergabe des Schülertransportes und eine angemessene Bezahlung der Dienste. „Ansonsten droht die Gefahr, immer mehr einheimische Fahrer zu verlieren und dass der Dienst nicht mehr in der gewohnten Qualität gewährleistet werden kann“, warnt Atz Tammerle.

L.-Abg. Myriam Atz Tammerle, Süd-Tiroler Freiheit

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