Südtiroler Heimatbund

Die Freiheitskämpfer traten für die Menschenrechte ein

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Am 8. Dezember hatte in St. Pauls eine „Kerschbaumer-Gedenkfeier“ zum Andenken an die verstorbenen und noch lebenden Tiroler Freiheitskämpfer der 1960er Jahre stattgefunden. Daran hatten von der SVP neben L. Abg. Franz Locher, L. Abg. Luis Walcher und L. Abg. Rosmarie Pamer auch die Meraner Vizebürgermeisterin Katharina Zeller und der Meraner Gemeinderatspräsident Christoph Mitterhofer, ein Enkel des 1961 schwergefolterten Freiheitskämpfers Sepp Mitterhofer, teilgenommen.

Dagegen protestierte nun die Meraner Gemeinderätin Paola Zampieri, Vertreterin der „postfaschistischen“ Partei „Fratelli d’Italia“ – der „Brüder Italiens“. Kerschbaumer, der Gründer des „Befreiungsausschusses Südtirol“ (BAS) sei ein vom Staat Italiens verurteilter „Irredentist und Sezessionist“ gewesen. Zampieri forderte den Rücktritt von Zeller und Mitterhofer.

Leuten wie Zampieri muss man ins Stammbuch schreiben: Wenn die Rede von italienischen „Irredentisten“ ist, welche seinerzeit die Lostrennung Welschtirols – des heutigen „Trentino“ – von Österreich anstrebten, so werden diese von italienischer Seite stets als Helden betrachtet.

Natürlich waren auch die Südtiroler Freiheitskämpfer der 1960er Jahre Irredentisten. Sie hatten in ihrer Jugend die schreckliche faschistische Unterdrückungspolitik einschließlich brutaler Gewalttaten, Mord und Totschlag, miterlebt. Nach Kriegsende hatten sie feststellen müssen, dass die faschistische Entnationalisierungspolitik durch forcierte Zuwanderung ungebremst fortgesetzt wurde.

Die Freiheitskämpfer wollten das Menschenrecht der Selbstbestimmung verwirklich sehen. Zu demonstrativen Widerstandshandlungen, die keine Menschenleben fordern sollten, griffen sie 1961, als der Staat Italien daran ging, im Parlament ein Vertreibungsgesetz gegen unliebsame Südtiroler zu beschließen.

Über ihr Vorhaben waren die führenden politischen Kreise in Österreich und in Südtirol informiert, billigten das Vorgehen und unterstützten es. Die ist dokumentiert in einer Veröffentlichung des „Südtiroler Heimatbundes“ (SHB) und kann im Effekt-Verlag bestellt werden:

Rom antwortete damals auf den Südtiroler Protest mit massenhaften Verhaftungen und grausamen Folterungen in den Carabinieri-Kasernen. Die Folterknechte wurden ausgezeichnet und belobigt. Auch mit diesem Thema sollten sich die „Fratelli“ einmal kritisch befassen.

Unser Landeshauptmann Arno Kompatscher aber sollte sich überlegen, mit wem er sich hier in das gemeinsame politische Bett legt.

Die Mehrzahl unserer Landsleute wird aber wissen, was von den heutigen „Fratelli“ des verblichenen Benito zu halten ist und von jenen, die sich mit ihnen verbünden.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

Südtiroler Heimatbund, SVP
„Loss mor ins net unterkriagen!“
Wie tief ist die SVP gesunken?!

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