Nein zur „Giornata della Bandiera“

Tricolore symbolisiert in Süd-Tirol immer noch Fremdherrschaft

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Am heutigen 7. Januar begeht Italien die „Giornata Nazionale della Bandiera“ (Tag der italienischen Tricolore), an dem auch in Süd-Tirol an allen öffentlichen Gebäuden die Tricolore ausgehängt werden muss. Dazu ruft das Regierungskommissariat in Bozen auf. Werner Thaler von der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit spricht sich entschieden gegen diesen Zwang aus, da die italienische Fahne nicht unsere Fahne ist und in Süd-Tirol nach wie vor Fremdherrschaft symbolisiert.

Die Süd-Tiroler Freiheit protestiert vehement gegen dieses anachronistische und imperialistische Vorgehen. „Der Fahnenzwang lässt jeden Respekt vor der Geschichte Süd-Tirols und seinen Eigenheiten vermissen. Süd-Tirol ist unfreiwillig Teil des italienischen Staates. Grün, Weiß und Rot sind nicht unsere Farben“, betont Thaler.

Die Süd-Tiroler Freiheit erwartet von der neuen Landesregierung, dass sie künftig gegen diese Nötigung interveniert, obwohl aufgrund vergangener Vorfälle geringe Erwartungen bestehen. Als ehemaliger Bürgermeister von Leifers ließ der mögliche neue Landesrat Christian Bianchi mehrmals Schüler am 17. März, dem Tag der italienischen Einheit, auf einem Platz versammeln. Dort wurden sie dazu angehalten, die italienische Tricolore in der Hand zu halten und die italienische Nationalhymne zu singen.

Anlässlich des morgigen Tags der Tricolore appelliert die Süd-Tiroler Freiheit an die Bürgermeister und Vertreter des Landes, die italienische Tricolore im Schrank zu lassen: „Dieses nationalistische Getue ist gegen das ‚friedliche Zusammenleben‘, das so oft beschworen wird!“

Für die Süd-Tiroler Freiheit ist klar: „Italien muss den autonomen Status Süd-Tirols akzeptieren und Süd-Tirol nicht weiter die Italianità aufzwingen!“

Werner Thaler,
Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit.

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