Foibe-Denkmal in Bozen:

Südtiroler Heimatbund legt am Gedenktag Blumen nieder

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Am 10. Februar findet das Gedenken an Tausende von Italienern statt, die für die Verbrechen der Faschisten an den in den istrischen und dalmatinischen Küstengebieten lebenden Volksgruppen mit dem Leben bezahlt haben. Eine Delegation des SHB hat im Gedenken an alle Opfer heute um 8 Uhr am Denkmal für die Foibe-Opfer und allen Vertriebenen ein Blumengebinde niedergelegt.

Mehr als 5000 Italiener, darunter viele Kinder und Frauen, wurden in diesem Gebiet, als das faschistische Regime endlich beseitigt war, in den vierziger Jahren Opfer feiger Rache. Etwa 350.000 Italiener wurden aus ihrer Heimat vertrieben!

Auch Tausende von deutschen Soldaten, Volksdeutsche, Kroaten usw., die in die Karsthöhlen geworfen wurden, werden nie genannt.

Es ist höchst verwerflich und politisch keinesfalls nachvollziehbar, wenn man in Rom der italienischen Opfer gedenkt und im Gegenzug dazu die 30.000 vorher von den Faschisten ermordeten Menschen ausklammert. Auch in dem in Blumau errichteten faschistischem Konzentrationslager „Campo Isarco“ waren viele Slowenen und Kroaten interniert.

Sehr viele Flüchtlinge aus dem istrischen und dalmatinischen Gebiet haben in Südtirol eine neue Heimat gefunden und haben sich gut integriert. Dazu zählt auch, dass sie verstanden haben, dass auch Südtirol seine eigene Geschichte hat und vom Faschismus terrorisiert wurde wie damals die Kroaten und Slowenen.

Nach letzten Zahlen der UNO-Flüchtlingshilfe befinden sich zurzeit über 110 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Vielfach sind es Krieg und Gewalt, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen.

Auch an diese armen Menschen sollte am Tag der Vertreibung und der „Foibe“ erinnert werden, so SHB-Obmann Roland Lang. Ein Ende der zahlreichen Kriege und eine Rückkehr aller Flüchtlinge in ihre angestammte Heimt sollte dabei oberste Priorität der Politik sein.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

Roland Lang, Südtiroler Heimatbund
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