Die konsequenten Maßnahmen des Bundeslandes Tirol gegen den Ausweichverkehr zeigen Wirkung. In diesem Sommer wurden über 413.000 Autofahrer zurückgewiesen, die an verkehrsreichen Wochenenden versuchten, über Nebenstraßen dem Stau auf den Autobahnen zu entkommen. Damit wird die Transitroute gesichert und die Bevölkerung in den Dörfern entlastet. Während Bayern nach Jahren der Kritik inzwischen nachgezogen ist und erstmals im Landkreis Rosenheim ähnliche Abfahrverbote verhängt hat, bleibt Süd-Tirol säumig. Das muss sich ändern!
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert schon lange, dass auch südlich des Brenners endlich gehandelt wird. Doch ein Abfahrverbot darf nicht nur die direkte Umgebung der Autobahn betreffen, sondern muss auch die Ausweichrouten über den Vinschgau und das Pustertal umfassen. „Ein Abfahrverbot muss zwingend auch diese Täler schützen, damit sie nicht noch stärker unter der Last des Ausweichverkehrs zusammenbrechen“, mahnt Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit.
„Unsere Anrainergemeinden dürfen nicht länger die Leidtragenden sein, die tagtäglich im Lärm, in den Abgasen und im Schmutz des Transitverkehrs ausharren müssen. Während auf der Brennerautobahn die Maut künstlich niedrig gehalten wird, wälzen sich weiterhin täglich Tausende LKW und Urlauber in endlosen Blechlawinen durch das Land – und die Bevölkerung zahlt den Preis.“
Süd-Tirol muss endlich eine eigene Regelung treffen, die Hand in Hand mit Nord-Tirol und Bayern funktioniert. Wer den Stau produziert, muss auch im Stau warten – das sind vor allem Durchreisende Richtung Gardasee oder Adria. Auf die Ausweichrouten darf nur Quell- und Zielverkehr, damit Täler und Gemeinden nicht noch mehr belastet werden.
Einheitliche Regeln sind dringend notwendig, um den Lebensraum der Menschen entlang der Brennerroute zu schützen und den Druck der Transitlawine zu mindern. Es ist der Bevölkerung im südlichen Tirol nicht länger zuzumuten, dass rund um Süd-Tirol herum wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen werden, während Kompatscher und seine Koalition der Verlierer untätig bleiben.
Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit.




