Am 11. November gedenken wir dem Tag, an dem italienische Truppen im Jahre 1918 die historische Teilung des Landes Tirol vollzogen. Zum Andenken an die Opfer des Krieges sowie an die anschließende Übernahme Süd-Tirols durch Italien ruft die Süd-Tiroler Freiheit dazu auf, an diesem Tag die Tiroler Fahne mit Trauerflor zu hissen.
Noch heute erinnern zahlreiche Relikte und Denkmäler aus der faschistischen Zeit an diese dunkle Epoche unserer Geschichte. Es ist unverständlich und inakzeptabel, dass solche Monumente mit öffentlichen Geldern renoviert und erhalten werden sollen. Steuermittel sollten nicht für Projekte verwendet werden, die an eine der schmerzhaftesten Phasen unserer Landesgeschichte erinnern.
In den Jahren nach der Annexion und bis heute wurde unsere Bevölkerung einer fortschreitenden Italianisierung ausgesetzt. Unsere Autonomie sollte uns davor schützen, doch in der Praxis erleben deutschsprachige Bürger immer wieder Benachteiligungen. Die Pflicht zur Zweisprachigkeit darf nicht einseitig ausgelegt werden; sie muss für beide Sprachen gleichermaßen gelten. Es ist nicht hinnehmbar, dass deutschsprachige Bürger in öffentlichen Einrichtungen häufig gezwungen sind, Italienisch zu sprechen, weil ihre Muttersprache dort nicht verstanden wird.
Wir fordern daher ein Ende der Verschwendung öffentlicher Gelder für ideologisch belastete Projekte sowie die konsequente und gleichberechtigte Umsetzung der Zweisprachigkeit in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.
Junge Süd-Tiroler Freiheit




