Schriftliche Anfrage

Diskriminierung am Flughafen Verona

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Diskriminierung am Flughafen Verona

Beschreibung:

Zwei Bürgerinnen berichteten der Süd-Tiroler Freiheit über einen diskriminierenden Vorfall, der sich am 27. Oktober 2025 am Passkontrollschalter des Flughafens Verona ereignet hat. Der zuständige Grenzbeamte sah die italienischen Reisepässe der beiden Bürgerinnen an und äußerte in herablassendem Ton: „Du hast einen italienischen Reisepass, du musst Italienisch sprechen!“ Als die Betroffenen höflich erklärten, dass sie dazu nicht verpflichtet sind und sich auch auf Englisch verständigen können, verweigerte der Beamte jede Unterstützung, scannte ihre Pässe nicht und verwies beide an die Automaten. Dabei wurde er sichtbar zornig. Die Bürgerinnen haben den Vorfall bereits bei UNAR und ENAC gemeldet. Weitere Schritte bei der European Union Agency for Fundamental Rights (FRA) sowie bei der European Commission against Racism and Intolerance (ECRI) sind geplant.

Ein grundlegendes Problem ist, dass der italienische Reisepass auch in Süd-Tirol ausschließlich auf Italienisch ausgestellt wird und die im Autonomiestatut verankerte Gleichstellung der deutschen Sprache vollständig ignoriert. Dieser Vorfall ist auch deswegen von Bedeutung, weil sich das Land Süd-Tirol gemäß Landesgesetz Nr. 2 vom 21. Januar 1991 an der Gesellschaft „Aeroporto Valerio Catullo di Verona Villafranca S.p.A.“ beteiligt und somit eine Mitverantwortung für die dortigen Abläufe trägt.

Einbringer der Anfrage:

Landtagsabgeordneter Sven Knoll

Eingereicht am:

28. November 2025

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noch ausständig

„Aeroporto Valerio Catullo di Verona Villafranca S.p.A.“, Diskriminierung, Flughafen Verona, Reisepass, Zweisprachigkeit
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