Am 14. Dezember 1929 starb Dr. Josef Noldin. Er war Mitorganisator der Katakombenschulen und verteidigte die deutsche Sprache mit seinem Leben. Heute erinnert die Süd-Tiroler Freiheit im Unterland und Überetsch an sein Schicksal. Die Bezirksgruppe warnt: „Die deutsche Schule ist unter Druck, besonders in den Städten und im Unterland. Es braucht endlich Maßnahmen, statt Floskeln!“
Der Jurist Noldin organisierte mit vielen Mitstreitern die Notschule in Süd-Tirol. Nachdem er aufflog, verbannten ihn die Faschisten auf die Insel Lipari nördlich von Sizilien. Todkrank kehrte er aus der Verbannung zurück. Vor 96 Jahren endete Noldins Leben mit nur 41 Jahren. Keine Zeitung durfte über seinen Tod berichten. Kein deutsches Wort an seinem Grab fallen.
„Sein Erbe ist Verpflichtung und es steht heute unter Druck“, darauf weist Stefan Zelger von der Bezirksgruppe hin: „Wenn in deutschen Schulklassen kaum noch ein Kind Deutsch spricht, läuft etwas schief. Wie soll Unterricht funktionieren, wenn viele Kinder kein einziges Wort verstehen!?“
Der von der SVP präsentierte Maßnahmenkatalog zur deutschen Schule bleibt aus Sicht der Süd-Tiroler Freiheit deutlich hinter dem Notwendigen zurück. Es brauche unter anderem verpflichtende Sprachüberprüfungen vor der Einschreibung, Intensivkurse für Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse und Obergrenzen für fremdsprachige Schüler pro Klasse.
An die Landesregierung appelliert die Bezirksgruppe: „Trefft endlich die nötigen Maßnahmen, um die deutsche Schule zu erhalten! Das ist der Auftrag der Katakombenlehrer an uns und unsere Pflicht gegenüber den kommenden Generationen“.
Stefan Zelger, Mitglied der Bezirksleitung Unterland/Überetsch und der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit




