Beschlussantrag / Villanders

Sinnvollere Anbringung der Überwachungskameras

Anträge, Gemeinde, Ratsarbeit
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Beschlussantrag / Villanders

Sinnvollere Anbringung der Überwachungskameras

Die Gemeinde Villanders hat vor rund zwei Jahren mehrere Überwachungskameras angekauft. Laut Medienberichten wurde etwa die Hälfte der Kosten vom Innenministerium finanziert, während die Gemeinde selbst einen Betrag von rund 55.000 Euro aufbringen musste. Es handelt sich dabei um erhebliche öffentliche Mittel, deren Einsatz besonders verantwortungsvoll und zielgerichtet erfolgen muss.

Derzeit werden diese Überwachungskameras vor allem auf öffentlichen Plätzen wie der Sportzone, dem Recyclinghof, der Alm sowie bei den Müllinseln eingesetzt. Gleichzeitig nimmt in der Gemeinde jedoch die Sorge der Bevölkerung vor Einbrüchen zu, denn in letzter Zeit kam es wieder vermehrt zu Einbruchsfällen.

Viele Bürger empfinden es als widersprüchlich, dass Überwachungskameras vor allem zur Kontrolle der eigenen Bevölkerung genutzt werden, während sicherheitsrelevante Orte wie die Dorf-Ein- und Ausfahrten oder bekannte Zufahrtswege bislang nicht überwacht werden. Anstatt präventiv gegen Kriminalität vorzugehen, entsteht der Eindruck, dass Bürger wegen geringfügiger Vergehen überwacht und ermahnt werden, während tatsächliche Sicherheitsprobleme nicht ausreichend bekämpft werden.

Die höchste Priorität der Gemeinde muss der Schutz der eigenen Bürger und ihres Eigentums sein. Überwachung darf kein reiner Selbstzweck sein, sondern muss gezielt dort eingesetzt werden, wo sie auch unseren Bürgern und Steuerzahlern nutzt. Gerade an den Dorf-Ein- und Ausfahrten könnten Kameras abschreckend wirken, bei der Aufklärung von Straftaten helfen und potenzielle Täter bereits im Vorfeld von Einbrüchen abhalten.

Das vorhandene Überwachungssystem muss endlich gezielt zum Schutz unserer Bevölkerung optimiert und neu ausgerichtet werden!

Aus diesem Grunde stellen die Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit Villanders den

ANTRAG

Der Gemeinderat von Villanders wolle beschließen:

1. Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, sicherzustellen, dass der Einsatz von Überwachungskameras dem Schutz der Bevölkerung dient und nicht primär der Kontrolle geringfügiger Alltagsvergehen.

2. Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, zu prüfen, an welchen Standorten eine Verlegung der Kameras sinnvoll ist, um die Sicherheit der Bevölkerung und des Gemeindegebiets zu erhöhen und die entsprechenden Verlegungen in der Folge umzusetzen.

Die Gemeinderäte,
Tobias Baumgartner, Christian Gasser, Karl Gruber, Walter Huber, Walter Klammer, Daniel Prossliner, Gabriel Rabensteiner

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