Mit 3. August 2026 werden alle in Papierform ausgestellten italienischen Identitätskarten ungültig, unabhängig vom aufgedruckten Gültigkeitsdatum, und zwar nicht nur für Auslandsreisen, sondern auch innerhalb des Staatsgebietes. Dies geht aus einem Rundschreiben des italienischen Innenministeriums hervor, das eine EU-Verordnung aus dem Jahre 2019 umsetzt.
Besonders betroffen davon sind viele Süd-Tiroler, die im Ausland leben und im AIRE-Register eingetragen sind. Während in Süd-Tirol ansässige Bürger ihre Identitätskarte direkt bei ihrer Wohnsitzgemeinde erneuern können, sind die sogenannten „Heimatfernen“ weiterhin ausschließlich auf die italienischen Konsulate im Ausland angewiesen.
„Für viele Süd-Tiroler im Ausland bedeutet das einen erheblichen zusätzlichen Aufwand – nicht nur organisatorisch, sondern oft auch sprachlich“, erklärt Werner Thaler, Sprecher der Arbeitsgruppe für Gemeindepolitik der Süd-Tiroler Freiheit. Immer wieder werde von langen Wartezeiten, schwieriger Terminvergabe und nur italienischsprachiger Betreuung in den Konsulaten berichtet.
Zwar liegt in Rom bereits ein Gesetzesentwurf vor, der vorsieht, dass AIRE-Bürger künftig – voraussichtlich ab Juni 2026 – ihre elektronische Identitätskarte auch bei ihrer Heimatgemeinde beantragen können. Konkrete Informationen zur technischen und verwaltungsmäßigen Umsetzung fehlen jedoch bislang.
Die Süd-Tiroler Freiheit wird daher mittels Landtagsanfrage in dieser Sache Druck auf die Landesregierung ausüben. Ziel ist es sicherzustellen, dass rechtzeitig alle notwendigen Schritte gesetzt werden, damit Süd-Tiroler Heimatferne ihre Identitätskarte künftig unbürokratisch und in ihrer jeweiligen Heimatgemeinde erneuern können – und nicht Gefahr laufen, ab August 2026 ohne ein gültiges Ausweisdokument dazustehen.
Werner Thaler, Sprecher der Arbeitsgruppe für Gemeindepolitik der Süd-Tiroler Freiheit



