Die Süd-Tiroler Freiheit warnt eindringlich vor den Plänen der Grünen zur Einführung einer gemischtsprachigen Schule in Süd-Tirol. Was von den Grünen als „freiwilliges Zusatzangebot“ verkauft wird, ist in Wahrheit ein ideologisches Projekt mit klarer Zielrichtung: mehr Italianität auf Kosten der deutschen Sprache. Damit wird die Tiroler Identität zum Spielball, und Süd-Tirol droht, ein zweites Aostatal zu werden.
Freiwilligkeit als heuchlerisches Lockargument
Die von den Grünen fortwährend beteuerte Freiwilligkeit der Einführung und des Besuchs gemischtsprachiger Schulen ist ein heuchlerisches Lockargument. Die Erfahrung zeigt, dass auf jene, die bewusst an der muttersprachlichen Schule festhalten, rasch gesellschaftlicher und politischer Druck ausgeübt wird, indem sie als provinziell, rückständig oder engstirnig stigmatisiert werden. Aus Freiwilligkeit droht sehr schnell Zwang zu werden. Die gemischtsprachige Schule ist daher kein Beitrag zur Vielfalt, sondern ein direkter Angriff auf die muttersprachliche Schule, auf das Identitätsbewusstsein der Süd-Tiroler und folglich auch auf den Kern des Minderheitenschutzes.
Grüne Mehrsprachigkeitsimperialisten
Die Grünen betätigen sich als Mehrsprachigkeitsimperialisten. Unter dem wohlklingenden Etikett der „Mehrsprachigkeit“ und dem Deckmantel der „Weltoffenheit“ betreiben sie nichts anderes als die systematische Zurückdrängung der deutschen Sprache. Dass sich die Grünen nie über die alltäglichen Verletzungen des Rechts auf Gebrauch der deutschen Muttersprache in der öffentlichen Verwaltung, in Geschäften und in Lokalen empört haben, ist bezeichnend. Wo Deutsch verschwindet, schweigen die Grünen. Wo Italienisch – inklusive der faschistischen Ortsnamen, angefangen bei „Alto Adige“ – verteidigt wird, stimmen sie in den Chor italienischer Nationalisten und Profaschisten mit ein. Mehrsprachigkeit bedeutet bei den Grünen nie Gleichgewicht, sondern stets Unterordnung zugunsten der Sprache des Staatsvolkes.
„Mehr“ auf der einen Seite bedeutet immer „weniger“ auf der anderen
Als Pro-Argument für die gemischtsprachige Schule berufen sich die Grünen immer wieder auf Umfragen, laut denen immer mehr Eltern in Süd-Tirol dieses Unterrichtsmodell wünschen würden. Freilich: Gemischtsprachige Schule oder, wie die Grünen sie nennen, „mehrsprachige Schule“ klingt auf Anhieb gut. Doch haben sich wirklich alle Befürworter dieses Modells Gedanken darüber gemacht, was tatsächlich dahintersteckt? „Mehrsprachige Schule“ bedeutet zwangsläufig: mehr Unterricht in der einen Sprache, dafür aber weniger Unterricht in der anderen. Und in Süd-Tirol heißt dieses „Mehr“ immer mehr Italienisch – auf Kosten des Deutschen. Genau das ist es, was die Grünen in Wahrheit wollen.
Das Aostatal als warnendes Beispiel
Die gemischtsprachige Schule ist das ideale Instrument einer minderheitenfeindlichen Politik. In mehrsprachigen Regionen schwächt sie die Sprache der alteingesessenen Bevölkerung, relativiert deren Schutz und ebnet langfristig den Weg zu einer einsprachig-italienischen Schule. Das warnende Beispiel Aostatal zeigt dies deutlich: Dort hat die gemischtsprachige Schule die autochthonen Sprachen praktisch ausgelöscht. Französisch und Frankoprovenzalisch sind zur Folklore verkommen. Der im Namen der „Mehrsprachigkeit“ geführte Todesmarsch ist im Aostatal abgeschlossen – die Assimilierung ist nahezu vollzogen. Dieses Szenario droht auch Süd-Tirol, wenn die muttersprachliche Schule aufgegeben wird.
Italienisch soll zur vorherrschenden Sprache werden
Die Grünen wissen genau, dass es keine einzige wissenschaftliche Studie gibt, die belegt, dass gemischtsprachige Schulen anstelle muttersprachlicher Schulen jemals eine Minderheitensprache gestärkt hätten. Und gerade deshalb treten sie so vehement dafür ein. Es geht ihnen nicht um Schutz, sondern um Dominanz. Die deutsche Sprache und die Tiroler Identität sollen noch weiter an den Rand gedrängt werden, als dies ohnehin bereits geschieht. Süd-Tirol soll zu einer nur noch zum Schein „mehrsprachigen“ Provinz namens „Alto Adige-Südtirol“ herabgestuft werden, in der die Vorherrschaft der italienischen Sprache ein für alle Mal abgesichert ist.
Ohne muttersprachliche Schule langfristig auch keine Autonomie
Die Süd-Tiroler Freiheit sagt daher klar und unmissverständlich: Nein zu einer altoatesinischen Mischmasch-Schule! Die muttersprachliche Schule ist der Grundpfeiler unserer Autonomie und des Minderheitenschutzes. Hier darf es keine Ausnahmen geben! Fällt die muttersprachliche Schule, droht die ethnische Minderheit im Staatsvolk aufzugehen und in letzter Konsequenz auch die Autonomie zu verlieren – vom Recht auf Selbstbestimmung ganz zu schweigen.
Die Süd-Tiroler werden sich ihre muttersprachliche Schule sowie ihre deutsche und Tiroler Identität von den grünen Mehrsprachigkeitsimperialisten nicht zerstören lassen!
Süd-Tiroler Freiheit
Landtagsklub



