Eklat um Standesämter

Italien tritt das Recht auf Deutsch in Süd-Tirol mit Füßen

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Eklat um Standesämter

Italien tritt das Recht auf Deutsch in Süd-Tirol mit Füßen

Ausgerechnet zum Internationalen Tag der Muttersprache liefert der italienische Staat den nächsten Beweis dafür, wie gleichgültig ihm die deutsche Sprache in Süd-Tirol ist. Die neue staatliche Software für die Standesämter, die auch den Süd-Tiroler Gemeinden aufgezwungen wird, ist nicht einmal in der Lage, die Umlaute Ä, Ö, Ü sowie das ß korrekt zu verarbeiten. Das ist kein technisches Missgeschick, sondern vielmehr Ausdruck eines nationalistischen Systems, das die sprachliche Realität Süd-Tirols ignoriert, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll.

Wer in Süd-Tirol lebt, hätte eigentlich das autonomierechtlich garantierte Recht, seine deutsche Muttersprache zu gebrauchen ― auch gegenüber Behörden. Wenn staatliche Datenbanken dieses Recht jedoch faktisch aushebeln, dann ist das mehr als eine Panne. Es ist eine gezielte Missachtung unserer sprachlichen Gleichstellung.

Seit Jahrzehnten wird uns erzählt, die Autonomie funktioniere. Doch die Realität zeigt ein anderes Bild: zentrale italienische Systeme bestimmen über unsere Verwaltung, über unsere Personenstandsregister, über unsere Daten – und sind nicht einmal in der Lage, die deutsche Sprache korrekt abzubilden. Das ist ein politisches Armutszeugnis.

Durch diese Zentralisierung und die damit verbundene technische Abhängigkeit von staatlichen Systemen und Strukturen, die außer Italienisch nichts kennen, wird unsere Eigenständigkeit systematisch untergraben und Süd-Tirol damit Stück für Stück italienisiert.

Fehlende Umlaute, die dazu führen, dass deutsche Namen nicht mehr richtig wiedergegeben werden können; fehlende Ortsangaben in deutscher Sprache auf den neuen Personalausweisen, weil für diese nicht genügend Platz auf den Karten ist, bis hin zu rein italienischsprachigen Computersystemen bei Behördengängen.

Wer in Süd-Tirol die deutsche Sprache verwenden will, stößt damit immer öfter auf Probleme.

Die Konsequenz kann im konkreten Fall daher nur lauten:

  • Sofortige Abkopplung Süd-Tirols von der italienischen Standesamtsdatenbank.
  • Aufbau eines eigenen, autonomen Landes-Systems, das die Mehrsprachigkeit unseres Landes vollständig und technisch einwandfrei garantiert.

Was geht Italien unsere Standesämter an? Warum müssen zentrale staatliche IT-Systeme über unsere persönlichen Register bestimmen, wenn sie nicht einmal die grundlegenden sprachlichen Rechte respektieren?

Der italienische Staat produziert in Süd-Tirol immer wieder Probleme, wo keine sein müssten – bürokratisch, technisch und politisch. Jede Abhängigkeit von Rom schwächt unsere Selbstverwaltung.

Je weniger Süd-Tirol von Italien abhängig ist, desto besser für unser Land!

Wer unsere deutsche Sprache nicht ernst nimmt, nimmt auch unsere Autonomie nicht ernst. Süd-Tirol braucht endlich eine Landesregierung, die den Mut aufbringt, unsere Rechte konsequent zu verteidigen, anstatt sich in willfährigem Gehorsam den Vorgaben aus Rom zu beugen.

L.-Abg. Sven Knoll, Süd-Tiroler Freiheit.

Deutsch, Muttersprache, Standesamt, Sven Knoll
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