Entschuldigung gefordert!

Hasskommentare: ​„Alto Adige“ offenbart nationalistische Gesinnung!

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Entschuldigung gefordert!

Hasskommentare: ​„Alto Adige“ offenbart nationalistische Gesinnung!

Mit Entsetzen reagieren die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll und der FPÖ-Tirol, Gudrun Kofler, auf die menschenverachtenden Kommentare in der italienischen Tageszeitung „Alto Adige“ im Zusammenhang mit dem Tod des Süd-Tiroler Freiheitskämpfers Siegfried Steger. In den veröffentlichten Kommentaren ist unter anderem zu lesen, „dass Steger in der Hölle verbrennen soll“, „dass es Zeit war, dass er endlich gestorben ist“ oder „dass er ein Stück Scheiße gewesen ist“. Solche widerwärtigen Entgleisungen sind nicht bloß geschmacklos – sie sind Ausdruck eines tief sitzenden Hasses gegenüber allem, was mit Süd-Tirol, seiner Identität und Geschichte zu tun hat. Knoll und Kofler fordern die Zeitung „Alto Adige“ auf, diese Kommentare umgehend zu löschen und sich bei der Süd-Tiroler Bevölkerung und der Familie von Siegfried Steger für diese Geschmacklosigkeit zu entschuldigen.

Die Zeitung „Alto Adige“, die bereits die faschistische Gebietsbezeichnung „Alto Adige“ im Namen trägt, offenbart damit einmal mehr ihre nationalistische Geisteshaltung. Wer das Andenken an die Süd-Tiroler Freiheitskämpfer derart schändet, beleidigt nicht nur den Verstorbenen, sondern verhöhnt auch die Geschichte Tirols.

Ebenso entschieden weisen Knoll und Kofler die Aussagen des Kammerabgeordneten Alessandro Urzì von Fratelli d’Italia zurück. Wenn Urzì angesichts des parteiübergreifenden Gedenkens an Siegfried Steger von „Ekel“ spricht und sogar fordert, das Gedenken an die Süd-Tiroler Freiheitskämpfer unter Strafe zu stellen, zeigt sich darin ein gefährlicher Angriff auf die Meinungsfreiheit und die historisch hart erkämpften Minderheitenrechte der Süd-Tiroler.

Es kann nicht sein, dass italienische Politiker darüber entscheiden wollen, wie Tirol seiner Geschichte gedenkt. Wenn Vertreter italienischer Parteien heute das Gedenken an die Freiheitskämpfer kriminalisieren wollen, während gleichzeitig Hass und Beschimpfungen gegen Süd-Tiroler veröffentlicht werden, ist dies eine gefährliche Entwicklung. Wer Süd-Tirol annektiert, seine Identität bekämpft und seine Sprache auslöschen möchte, sollte sich mit moralischen Belehrungen zurückhalten.

Jedes Volk hat das Recht, sich gegen Unterdrückung zu wehren. Dieses Recht ist kein Extremismus, sondern ein Grundprinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker.

Sven Knoll,  Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit

Gudrun Kofler, Landtagsabgeordnete der FPÖ-Tirol

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