Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, hat für die März-Sitzung des Süd-Tiroler Landtages einen Beschlussantrag zur Einführung einheitlicher Akustiksignale an Verkehrsampeln eingebracht. Ziel des Antrages ist es, die Sicherheit und Orientierung für sehbehinderte und blinde Menschen im Straßenverkehr in Süd-Tirol deutlich zu verbessern.
Derzeit existieren in Süd-Tirol zahlreiche unterschiedliche Ampelanlagen mit verschiedenen technischen Voraussetzungen. Teilweise fehlen akustische Signale völlig, teilweise unterscheiden sie sich stark voneinander. Für sehbehinderte und blinde Menschen bedeutet das im Alltag eine große Herausforderung, da sie sich ständig auf neue Signale einstellen müssen oder gar keinen Hinweis erhalten, wann ein sicheres Überqueren der Straße möglich ist.
Der Beschlussantrag sieht deshalb vor, dass sich die Landesregierung gemeinsam mit der Landesgruppe des Blinden- und Sehbehindertenverbandes sowie den zuständigen Verkehrs- und Technikämtern auf ein landesweit einheitliches Akustiksignal verständigt. Dieses soll künftig sowohl bei neuen Ampelanlagen als auch bei bestehenden Anlagen verwendet werden. Da auch Gemeinden für Ampelanlagen zuständig sind, soll die Umsetzung zusätzlich in enger Zusammenarbeit mit dem Gemeindenverband erfolgen.
„Wer nicht sehen kann, muss sich auf klare akustische Signale verlassen können. Unterschiedliche Systeme oder fehlende Signale sind ein echtes Sicherheitsrisiko“, betont Zimmerhofer.
Zugleich gehe es auch um Respekt und gleichberechtigte Teilhabe im öffentlichen Raum. „Einheitliche Akustiksignale bedeuten mehr Sicherheit, mehr Selbstständigkeit und mehr Lebensqualität für blinde und sehbehinderte Menschen in Süd-Tirol“, unterstreicht Zimmerhofer die Wichtigkeit seines Antrages.
Bernhard Zimmerhofer, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit




