Zum Tag der Frau

Mehrfachbelastungen: Frauen endlich entlasten!

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Zum Tag der Frau

Mehrfachbelastungen: Frauen endlich entlasten!

Anlässlich des Tages der Frau bedankt sich die Süd-Tiroler Freiheit bei allen Frauen, betont die Bedeutung von Frauen für Gesellschaft und Familie und fordert die konsequente Anerkennung ihrer Leistungen. „Frauen leisten tagtäglich Großes, nicht nur im Beruf, sondern vor allem auch in der Familie, in der Kindererziehung und in der Pflege älterer oder pflegebedürftiger Angehöriger. Diese Leistungen verdienen nicht nur Respekt, sondern auch Anerkennung und wirtschaftliche Absicherung!“, fordert die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz.

Frauen sind häufig mehrfach belastet. Viele arbeiten hauptberuflich in Pflegeberufen, die sie körperlich und psychisch stark beanspruchen. Gleichzeitig übernehmen sie auch noch privat Verantwortung für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. „Wer Verantwortung für Kinder oder Pflegebedürftige übernimmt, leistet einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft!“, betont Atz. Neuste Studien zeigen jedoch, dass Frauen durch die psychische und körperliche Mehrbelastung besonders anfällig für Burnout sind.

Dennoch erhalten Frauen in Süd-Tirol im Alter im Schnitt deutlich weniger Rente als Männer. Hauptursachen dafür sind Teilzeitarbeit, Erwerbsunterbrechungen und unbezahlte Familienarbeit, die im bestehenden Rentensystem zu finanziellen Nachteilen führen.

Deshalb fordert die Abgeordnete eine beitragswirksame, vollwertige Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten im Rentensystem. Der jüngste Vorschlag auf staatlicher Ebene, ein Jahr Erziehungszeit pro Kind für die Rente anrechnen zu wollen, wird von Atz zwar als erster Schritt in die richtige Richtung gesehen, greift aus ihrer Sicht jedoch zu kurz: „In Wahrheit sind es mehrere Jahre, in denen meist Frauen ihre berufliche Tätigkeit unterbrechen, reduzieren oder bewusst auf Karrierechancen verzichten, um ihre Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen. Diese Lebensleistung darf im Rentensystem nicht länger unsichtbar bleiben.“

Darüber hinaus braucht es laut Atz auch mehr Rahmenbedingungen, die es Frauen und Familien erleichtern, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Dazu gehört die Förderung von Homeoffice und flexiblen Arbeitszeiten, sofern es der jeweilige Arbeitsplatz zulässt. „Wer Verantwortung für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige trägt, muss die Möglichkeit haben, Arbeitsmodelle zu nutzen, die Familienarbeit und Erwerbstätigkeit besser miteinander verbinden“, schlägt Atz vor.

Die Süd-Tiroler Freiheit wiederholt ihre Forderung, dass Frauen, die Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, weder finanzielle Nachteile erleiden noch durch die Mehrbelastung gesundheitlich gefährdet werden dürfen. Es ist Aufgabe der Politik, die beruflichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass einem weiteren Anstieg von Burnout-Fällen entgegengewirkt wird.

Myriam Atz, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit

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