In dieser Woche befasst sich der Süd-Tiroler Landtag mit einem Begehrensantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur Einführung des Josefitages am 19. März statt des Staatsfeiertages zum Hl. Franziskus als gesetzlichen Feiertag in Süd-Tirol. Die Abgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz, setzt sich seit Jahren konsequent für den Josefitag als Feiertag ein.
Mit der in Rom beschlossenen Einführung des Franziskustages am 4. Oktober bietet sich nun eine konkrete Möglichkeit, den historischen Feiertag des Heiligen Josef wieder einzuführen, indem der Franziskustag in Süd-Tirol durch den Josefitag ersetzt würde.
Der Josefitag hat in Tirol eine lange Tradition. Seit dem kaiserlichen Dekret Maria Theresias aus dem Jahr 1772 gilt der Heilige Josef als Landespatron Tirols. Jahrzehntelang wurde der 19. März auch in Italien staatlich als Feiertag begangen, bis er 1977 im Zuge einer gesamtstaatlichen Reform abgeschafft wurde. Seither besteht in Süd-Tirol vielfach der Wunsch, diesen Feiertag wieder einzuführen.
„Der Josefitag ist tief in der Geschichte und Identität unseres Landes verankert. Er verbindet religiöse Tradition, kulturelles Erbe und gesellschaftliche Werte. Es ist daher nur folgerichtig, diesen Tag wieder als Feiertag zu begehen“, erklärt Myriam Atz.
Eine besonders sinnvolle Möglichkeit zur Umsetzung ergibt sich durch den Austausch mit dem Franziskustag. Dieser wurde erst vor wenigen Monaten wieder eingeführt und besitzt für Süd-Tirol keine vergleichbare historische Verwurzelung. Der Josefitag hingegen hat in Tirol seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung und wird von vielen Menschen weiterhin bewusst begangen.
Hinzu kommt, dass der 19. März in Süd-Tirol auch als Vatertag gefeiert wird. Dadurch erhält der Feiertag eine zusätzliche gesellschaftliche Bedeutung. „Der Josefitag ist zugleich Vatertag. Ein arbeitsfreier Tag würde vielen Männern ermöglichen, bewusst Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Dies würde eine gute Möglichkeit bieten, die Bedeutung der Familie und des Zusammenhaltes zu stärken.“, betont Atz.
Der Begehrensantrag beinhaltet unter anderem folgende konkreten Punkte: Den Franziskustag des 4. Oktober durch den Josefitag am 19. März zu ersetzen und diesen wieder als gesetzlichen, arbeits- und schulfreien Feiertag in Süd-Tirol einzuführen, die Sozialpartner im Dialog zur konkreten Umsetzung einzubinden, die Zuständigkeit für Feiertage an das Land Süd-Tirol zu übertragen und auch Christi Himmelfahrt und Fronleichnam wieder als Feiertage einzuführen.
Mit der Einführung des Franziskustages hat Rom bereits grünes Licht für einen zusätzlichen Feiertag gegeben, dieser müsste in Süd-Tirol lediglich mit dem Vatertag am 19. März getauscht werden.
Der Begehrensantrag der Abgeordneten Atz zielt darauf ab, durch die Wiedereinführung eines historischen Feiertages, der zugleich auch Vatertag ist, zahlreichen Familien die Möglichkeit zu geben, diesen gemeinsam bewusst zu feiern.
Myriam Atz, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit




