Die deutschsprachige Redaktion von RAI Südtirol hat laut Medienberichten am 5. März 2026 einstimmig den Protestzustand ausgerufen, aufgrund der unflexiblen Haltung der römischen Zentrale hinsichtlich Personal- und Social-Media Management. Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer fordert die Landesregierung erneut dazu auf, sich für die Übernahme des Senders und die Umwandlung in einen unabhängigen Lokalsender einzusetzen.
Zimmerhofer forderte bereits 2024 mit einem Antrag im Landtag, dass alle rechtlichen, technischen und finanziellen Voraussetzungen für die Einrichtung eines in jeder Hinsicht autonomen Süd-Tiroler Senders für Hörfunk und Fernsehen eruiert werden sollten, inklusive aller Möglichkeiten einer engen Zusammenarbeit mit den bereits bestehenden lokalen öffentlich-rechtlichen Anbietern, um Synergien zu nutzen und somit Kosten zu sparen.
Die Mehrheit im Landtag sprach sich jedoch dagegen aus. Sie verpasste damit eine große Chance, denn eine moderne Führung bzw. Ausstattung eines erfolgreichen lokalen Fernseh- und Radiosenders wie Rai Südtirol ist mit dem Staatsapparat in Rom kaum durchführbar, da dieser an übertriebener Bürokratie und an allgemeiner Trägheit krankt. Unter solchen Bedingungen sind kreatives Arbeiten und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bei den Programmen nur äußerst begrenzt möglich.
„Wir werden das Thema nicht aufgeben und weiterhin vehement die Einrichtung eines autonomen Süd-Tiroler Senders fordern. Wir sind überzeugt, dass ein lokaler Sender die spezifischen Erwartungen und Bedürfnisse der Bevölkerung deutlich besser abdecken könnte“, schreibt Zimmerhofer.
Bernhard Zimmerhofer, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit




