Zu viele auf Italienisch

Süd-Tiroler Freiheit fordert mehr Deutschkurse

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Zu viele auf Italienisch

Süd-Tiroler Freiheit fordert mehr Deutschkurse

Integrations- und Sprachkurse für ausländische Frauen in Süd-Tirol sind derzeit überwiegend auf Italienisch ausgerichtet. Auch die Teilnehmerinnen nutzen mehrheitlich italienischsprachige Angebote. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit hervor. Die Bewegung fordert daher eine klare Ausweitung des Kursangebots in deutscher Sprache.

Laut den vorliegenden Daten wurden insgesamt fünf Deutschkurse und zehn Italienischkurse organisiert. Drei der Deutschkurse richteten sich dabei an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Auch bei den Teilnehmerzahlen zeigt sich eine klare Tendenz: Während an den Deutschkursen nur vergleichsweise wenige Frauen teilnehmen, besuchen deutlich mehr Teilnehmerinnen Kurse auf Italienisch. So nehmen beispielsweise über 100 Frauen allein an verschiedenen Italienisch-Sprachkursen der Stufen A1 teil, zusätzlich zu zahlreichen weiteren Kursen in italienischer Sprache etwa in den Bereichen Kommunikation, Kreativität oder Meditation.

Für die Süd-Tiroler Freiheit bestätigt diese Antwort eine problematische Entwicklung. „Die Zahlen zeigen eine klare Tendenz zum Italienischen. Gerade bei Integrationsprojekten muss jedoch darauf geachtet werden, dass auch die deutsche Sprache stärker vermittelt und gefördert wird“, betont der Landtagsabgeordnete Hannes Rabensteiner.

Die Bewegung fordert daher die Landesregierung auf, gezielte Maßnahmen zu setzen, um ausländische Frauen und grundsätzlich alle Menschen mit Migrationshintergrund stärker für das Erlernen und den aktiven Gebrauch der deutschen Sprache zu gewinnen.

„Deutsch ist die Mehrheitssprache in Süd-Tirol und bildet einen zentralen Pfeiler für den Schutz der Süd-Tiroler als österreichische Minderheit im Staat Italien“, erklärt Rabensteiner. „Integration darf deshalb nicht einseitig über die italienische Sprache erfolgen.“

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher eine deutlich stärkere Ausrichtung der Integrationsangebote auf Deutsch, damit Zugewanderte die Sprache der Mehrheitsbevölkerung lernen und aktiv im Alltag verwenden können.

Süd-Tiroler Freiheit
Landtagsklub

Hannes Rabensteiner, Integrationskurse, Migrationshintergrund
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