Mussolini bleibt Ehrenbürger

Faschismus hat in der Landesregierung nichts zu suchen!

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Mussolini bleibt Ehrenbürger

Faschismus hat in der Landesregierung nichts zu suchen!

Trient hat es verpasst, ein klares Zeichen gegen den Faschismus zu setzen: Der faschistische Diktator Benito Mussolini bleibt weiterhin Ehrenbürger der Stadt. „Dass Mussolini weiterhin Ehrenbürger in Trient bleibt, ist ein fatales Signal, das auch wir in Süd-Tirol nicht ignorieren dürfen“, betont der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll. „Gerade bei symbolischen Entscheidungen wie dieser braucht es eine klare Haltung!“

Knoll bezeichnet die Entscheidung der Stadt Trient als demokratiepolitische Bankrotterklärung: „Wer im Jahr 2026 nicht in der Lage ist, sich von Mussolini und den Verbrechen des Faschismus zu distanzieren, hat nichts aus der Geschichte gelernt. Diese Entscheidung zeigt, wie schlecht es in Italien um das Demokratiebewusstsein und um die Aufarbeitung der eigenen Geschichte bestellt ist.“

Die Initiative zur Aberkennung der Ehrenbürgerschaft Mussolinis war von einem breiten Bündnis im Trientner Gemeinderat getragen worden. Dennoch reichte die Unterstützung nicht aus, um ein klares politisches Signal zu setzen. Bei einer geheimen Abstimmung im Gemeinderat wurde die notwendige Mehrheit verfehlt. Für die Aberkennung wären 32 Stimmen erforderlich gewesen, erreicht wurden jedoch nur 28. Zwei Gemeinderäte enthielten sich und zehn gaben überhaupt keine Stimme ab.

Für Knoll ist dieses Ergebnis kein Zufall, sondern ein Ausdruck der politischen Realität Italiens: „Man stelle sich vor, welch Aufschrei der Entrüstung durch ganz Europa gehen würde, wenn der Gemeinderat einer Stadt in Deutschland oder Österreich mehrheitlich für die Beibehaltung der Ehrenbürgerschaft von Adolf Hitler stimmen würde. In Italien hingegen ist so etwas völlig normal.“

Obwohl aufgrund der geheimen Abstimmung unklar bleibt, wer letztlich die Verantwortung für das Scheitern trägt, ist für die Süd-Tiroler Freiheit dennoch klar, wo die Ursachen liegen. Knoll sieht die Verantwortung eindeutig im italienisch-nationalistischen Lager: „Auch wenn das Abstimmungsverhalten nicht veröffentlicht wird, kann sich jeder denken, dass es an Fratelli d’Italia scheiterte!“ Besonders kritisch bewertet Knoll die politische Doppelmoral innerhalb der Süd-Tiroler Landesregierung: „Während Kompatscher in Bozen mit Linken gegen rechts aufmarschiert, sitzt er mit derselben Partei, die in Trient für Mussolini stimmt, in der Regierung.“

Knoll macht deutlich, dass demokratische Politiker klar Farbe bekennen müssen: „Es reicht nicht, nur mit schönen Worten den Faschismus abzulehnen, Taten müssen folgen. Süd-Tirol kann dabei mit gutem Beispiel vorangehen, indem gezielt auf die faschistische Bezeichnung ‚Alto Adige‘ verzichtet wird und stattdessen der korrekte italienische Name ‚Sudtirolo‘ verwendet wird. Wer am faschistischen ‚Alto Adige‘ festhält, verharmlost die Verbrechen des Faschismus und betreibt dieselbe Geschichtsklitterung wie die Stadt Trient, die Mussolini die Ehrenbürgerschaft nicht aberkennt.“

Besonders im Hinblick auf die Geschichte Süd-Tirols, das schwer unter dem Faschismus gelitten hat, darf man nicht zulassen, dass faschistische Kräfte unser Land regieren. Deshalb bleibt die Süd-Tiroler Freiheit bei ihrer Forderung: Die Koalition mit den Fratelli d’Italia muss sofort beendet werden und die Landesregierung muss sich endlich eindeutig von jeglichen faschistischen Kräften abgrenzen!

Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit

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