Im Zusammenhang mit der nicht erfolgten Aberkennung der Ehrenbürgerschaft Mussolinis in Trient wirft die SVP der Süd-Tiroler Freiheit vor, nicht am Marsch gegen die Neofaschisten in Bozen teilgenommen zu haben. Ein Vorwurf, der an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist.
Zur Erinnerung: Es war die Süd-Tiroler Freiheit, die vor Jahren die Ehrenbürgerschaften Mussolinis in zahlreichen Süd-Tiroler Gemeinden aufgedeckt und deren Aberkennung erfolgreich angestoßen hat.
Am Tag der Demonstrationen in Bozen nahmen die Abgeordneten sowie zahlreiche Funktionäre der Süd-Tiroler Freiheit an der Beerdigung des Freiheitskämpfers Siegfried Steger teil. Vertreter der Landesregierung oder Landtagsabgeordnete der SVP hingegen verloren kein Wort zum Tod des „Puschtra Bui“. Niemand von ihnen erwies ihm die letzte Ehre am Grab. Insofern blieb die SVP zumindest konsequent: Auch im Landtag rührte sie keinen Finger für die Begnadigung unserer Freiheitskämpfer.
Die Süd-Tiroler Freiheit hat sich zudem unmissverständlich gegen den Aufmarsch der Faschisten ausgesprochen. Das dürfte auch Stauder und Steger nicht entgangen sein, schließlich verfolgen sie jede Aussendung und jeden Social-Media-Post der Süd-Tiroler Freiheit sehr genau.
Auch bei den vielen Protesten der Schützen gegen die faschistischen Relikte im Land glänzten die SVP-Vertreter mit Abwesenheit.
Umso absurder wirkt es, dass die SVP in Bozen gegen jene Kräfte demonstrierte, die sie selbst in die Landes- und Regionalregierung geholt hat. Kompatscher protestierte damit faktisch gegen den eigenen Vizelandeshauptmann. Und jetzt wundert sich die SVP, dass Faschisten Faschistensachen machen. Mehr politische Schizophrenie geht nicht!
Süd-Tiroler Freiheit | Freies Bündnis für Tirol




