Mit scharfer Kritik reagiert der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, auf die jüngsten Entwicklungen rund um die Vergabe der Konzession für die Brennerautobahn A22.
„Was Landeshauptmann Arno Kompatscher der Bevölkerung seit Jahren verspricht, bricht nun endgültig wie ein Kartenhaus zusammen“, so Knoll. Seit seinem Amtsantritt habe Kompatscher immer wieder erklärt, die Verlängerung der Konzession sei praktisch in trockenen Tüchern und es handle sich nur mehr um eine Frage von Tagen. „Aus Tagen sind Jahre geworden – und jetzt wird alles neu ausgeschrieben, ohne jede Vorzugsspur für unser Land.“
Besonders alarmierend sei, dass das Vorkaufsrecht gestrichen wurde. Damit drohe, dass die Brennerautobahn künftig von einem italienischen oder internationalen Betreiber übernommen werde, der keinerlei Bezug zu Süd-Tirol habe. „Ein solcher Betreiber wird sich nicht für die Anliegen unseres Landes oder die Bedürfnisse der betroffenen Gemeinden interessieren, sondern ausschließlich auf den eigenen Profit schauen“, warnt Knoll.
Die Konsequenzen wären gravierend: Verkehrsbeschränkende Maßnahmen, Lärmschutzprojekte oder Rücksichtnahmen auf die Bevölkerung entlang der Autobahn könnten damit endgültig in den Hintergrund treten. „Wer glaubt, dass ein internationaler Konzern Rücksicht auf unsere Täler nimmt, der täuscht sich gewaltig“, so Knoll.
Für den Abgeordneten ist klar: „Wieder einmal hält Kompatscher nicht das, was er der Bevölkerung versprochen hat. Statt Lösungen zu liefern, wird unser Land politisch an die Wand gefahren.“
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher ein sofortiges Umdenken und ein entschiedenes Auftreten gegenüber Rom, um die Interessen Süd-Tirols bei der Vergabe der A22-Konzession doch noch zu sichern.
L.-Abg. Sven Knoll, Süd-Tiroler Freiheit



