Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit haben per Landtagsanfrage die aktuellen Außenstände des Süd-Tiroler Sanitätsbetriebes abgefragt. Die Antwort von Landesrat Hubert Messner offenbart eine beachtliche Summe: Aktuell summieren sich die nicht bezahlten Tickets und Gesundheitsleistungen aus den Jahren 2022 bis 2025 auf insgesamt über 7,2 Millionen Euro.
Die Analyse der Daten verdeutlicht, dass das Eintreiben von Forderungen für das lokale Gesundheitssystem eine dauerhafte Herausforderung darstellt. Die Gesamtsumme der Außenstände setzt sich aus unbezahlten Tickets (1,86 Mio. €) und nicht beglichenen Gesundheitsleistungen (5,35 Mio. €) zusammen. Über den Zeitraum von vier Jahren (2022–2025) fehlen dem System exakt 7.213.289,72 Euro.
Dass für das Jahr 2025 mit rund 3,4 Millionen Euro der höchste Betrag ausgewiesen wird, liegt primär am Erhebungszeitpunkt. Ein Teil dieser Rechnungen befand sich zum Stichtag Ende Dezember noch im regulären Zahlungskreislauf und wird voraussichtlich noch beglichen. Kritischer zu bewerten sind jedoch die Beträge aus den Jahren 2022 bis 2024, die zusammen bereits über 3,7 Millionen Euro ausmachen. Hier handelt es sich um Gelder, die dem Sanitätsbetrieb faktisch seit Jahren fehlen.
Die Aufschlüsselung der Außenstände zeigt eine klare Verteilung:
Süd-Tiroler: Mit rund 4,39 Millionen Euro entfällt der größte Teil der ausstehenden Summen auf die lokale Bevölkerung.
EU-Bürger (ohne Italien): Hier stehen Forderungen von insgesamt 1,42 Millionen Euro offen.
Nicht-EU-Bürger: Bei dieser Gruppe belaufen sich die Rückstände auf rund 876.000 Euro.
Italienische Staatsbürger aus anderen Provinzen: Die Außenstände betragen hier rund 525.000 Euro.
„Auch wenn ein Teil der jüngsten Rechnungen noch beglichen wird, bleibt ein Millionenbetrag als dauerhaftes Defizit bestehen“, so die Süd-Tiroler Freiheit. „Jeder Euro, der nicht eingetrieben wird, fehlt bei der Ausstattung unserer Krankenhäuser oder bei der Entlohnung des Personals.
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert in diesem Zusammenhang effiziente Mahnwesen-Strukturen. Bei Patienten ohne Wohnsitz in Süd-Tirol müssen Modelle gefunden werden, um Zahlungsausfälle von vornherein zu minimieren.
Um Bürger in finanzieller Notlage nicht zu überfordern, fordert die Bewegung die Einführung unbürokratischer Ratenzahlungen. Dies ermöglicht eine sozial verträgliche Begleichung der Schulden und stellt gleichzeitig sicher, dass die Gelder schrittweise wieder dem Sanitätsbetrieb zugutekommen.
Die Süd-Tiroler Freiheit wird die weitere Entwicklung dieser Zahlen genau beobachten, um sicherzustellen, dass die Belastung für die ehrlichen Steuerzahler nicht weiter ansteigt.
Süd-Tiroler Freiheit



