Die Süd-Tiroler Studenten sind dankbar, dass sie an der Universität Innsbruck (Uni IBK) die Vorteile des Gruber-De Gasperi-Abkommens (1946) und der darauf aufbauenden bilateralen Regelungen (inkl. Notenwechsel und Autonomiestatut von 1972) genießen können. Dieses ermöglicht es ihnen, als gleichgestellte Studenten ein Studium ohne Sprachbarrieren und ohne zusätzliche Hürden zu absolvieren. Rechtlich fallen die Süd-Tiroler Studenten dadurch unter die Quote der Tiroler und somit der Österreicher, was ihnen einen Zugang zu einer deutschsprachigen Universitätsausbildung in Österreich garantiert.
„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese Sonderstellung der Süd-Tiroler Studenten an österreichischen Universitäten aufrechterhalten bleibt. Diese Regelung schützt nicht nur die gemeinsame kulturelle Identität, sondern stärkt auch die Bindung zu Österreich“, so Gudrun Kofler, Südtirol- und Bildungssprecherin der FPÖ Tirol.
Jedoch zeigt sich zunehmend, dass die Kapazitäten an der Universität Innsbruck immer stärker durch Studenten aus Deutschland belastet werden. Laut einem Artikel in der „Kronen Zeitung“ vom 19. März 2026 kommen mittlerweile fast 75 % der neu zugelassenen Studenten aus Deutschland.
„Das bedeutet, dass die Plätze, die ursprünglich den Studenten aus Tirol – einschließlich der Süd-Tiroler – vorbehalten sein sollten, zunehmend von ausländischen Studenten beansprucht werden. Die Forderung nach Quoten ist daher kein Widerspruch, sondern die konsequente Umsetzung der Sonderstellung. Sie sorgt dafür, dass die Plätze, die den Studenten aus ganz Tirol rechtlich garantiert sind, nicht durch den Massenzustrom aus Deutschland belegt werden,“ erklärt Kofler.
Die Süd-Tiroler Freiheit unterstützt die Forderung der FPÖ Tirol und der Südtiroler Hochschülerorganisationen, die die Interessen der Süd-Tiroler Studenten (über 5.000 allein in Innsbruck) vertreten, nach einer Quotenregelung für ausländische Studenten. „Es muss sichergestellt werden, dass zunächst die Plätze den Studenten aus Tirol zur Verfügung stehen. Erst danach sollen die verbleibenden Plätze an ausländische Studenten vergeben werden“, bekräftigt Sven Knoll, Klubobmann der Süd-Tiroler Freiheit. Die Forderung nach einer Quotenregelung für ausländische Studenten ist keine Bedrohung für die Sonderstellung der Süd-Tiroler Studenten, sondern vielmehr eine Maßnahme, die diese schützt. „Ein Massenzustrom von Studenten aus Deutschland darf nicht dazu führen, dass die Tiroler Studenten benachteiligt werden“, so die Abgeordneten Kofler und Knoll abschließend.
Gudrun Kofler, Landtagsabgeordnete der FPÖ Tirol
Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit



