Gleiche Chancen, gleicher Lohn!

Equal Pay Day – Tag der Entgeltgleichheit – 17.04.2026

Allgemein, Schlagzeilen
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Gleiche Chancen, gleicher Lohn!

Equal Pay Day – Tag der Entgeltgleichheit – 17.04.2026

Anlässlich des diesjährigen „Tages der Entgeltgleichheit“ richtet sich der Fokus der Süd-Tiroler Freiheit klar auf konkrete Zukunftsmaßnahmen, um bestehende Einkommensunterschiede nachhaltig zu verringern. Die längst bekannten strukturellen Ursachen bieten eine klare Grundlage, um gezielt als Ansatzpunkte für Verbesserungen zu dienen. Nach wie vor leisten Frauen den größten Anteil in der Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen – künftig sollen genau hier stärkere politische Maßnahmen ansetzen: Durch finanzielle Anerkennung von Betreuungszeiten, den Ausbau flexibler Kinderbetreuung, fairere Bezahlung – insbesondere in sozialen Berufen – sowie gezielte Wiedereinstiegs- und Weiterbildungsangebote soll die Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt konkret verbessert werden.

Ein zentraler Reformschritt ist die verbesserte Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten. Durch eine vollwertige Anrechnung in der Rentenberechnung sowie durch gezielte finanzielle Ausgleichsmodelle soll sichergestellt werden, dass gesellschaftlich unverzichtbare Betreuungsarbeit von Kindern oder Angehörigen künftig keinen wirtschaftlichen Nachteil mehr mit sich bringt. Auch aufbauend auf Erkenntnissen des Arbeitsförderungsinstitutes Südtirol (AFI) sollen insbesondere Erwerbslücken geschlossen und die Altersabsicherung von Frauen nachhaltig gestärkt werden.

Zur Stärkung einer echten Wahlfreiheit der Kinderbetreuung sollen zwei unterschiedliche Wege endlich gleichwertig gefördert werden: Frauen sollen selbst entscheiden können, ob sie ihre Kinder zuhause betreuen oder externe Angebote nutzen. Wer sich für die Betreuung in der Familie entscheidet, muss endlich gleichwertig finanziell unterstützt werden. Gleichzeitig braucht es flächendeckende, verlässliche Kinderbetreuung mit durchgehenden Zeiten, auch am Nachmittag und in den Sommermonaten, damit Frauen ihre beruflichen Entscheidungen frei treffen können.

Auch am Arbeitsmarkt zeigt sich ein strukturelles Ungleichgewicht, das durch gezielte Maßnahmen ausgeglichen werden soll: Frauen sind überdurchschnittlich häufig in sozialen Berufen tätig, die trotz ihrer hohen gesellschaftlichen Bedeutung schlechter entlohnt werden. Gleichzeitig fehlt es an flexiblen Arbeitsmodellen und an niederschwelligen Angeboten für den beruflichen Wiedereinstieg nach einer Auszeit. Es braucht Weiterbildungs- und Spezialisierungsangebote, die unbürokratisch, leistbar und ortsunabhängig sind, damit Frauen wieder leichter in den Beruf einsteigen können.

Myriam Atz zeigt sich optimistisch: „Es ist Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen für echten Ausgleich und ein familienfreundliches Süd-Tirol zu schaffen. Dabei muss sich die Arbeitswelt den Lebensrealitäten der Frauen und Mütter anpassen, nicht umgekehrt. Das wachsende Bewusstsein für diese Lücken bildet eine klare Grundlage für zielgerichtete Reformen.“.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher konkrete Maßnahmen und ein entschlossenes Handeln der Landesregierung, um bestehende Ungleichheiten endlich zu beseitigen und Frauen neue Chancen zu ermöglichen.

Gleicher Lohn ist kein Wunsch, sondern eine Frage der Gerechtigkeit. Es braucht in der Politik und in der Gesellschaft endlich den Mut, alte Strukturen aufzubrechen, um echte Gleichstellung für Frauen zu ermöglichen“, unterstreicht Karin Meister, Frauensprecherin der Süd-Tiroler Freiheit.

Myriam Atz, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit
Karin Meister, Frauensprecherin der Süd-Tiroler Freiheit

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„TIROL“ ist kein Vergehen, sondern Identität!

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