Anfeindungen nach Schützenrede

Solidarität mit Schützenbund: Rabensteiner stellt sich hinter Schmid!

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Anfeindungen nach Schützenrede

Solidarität mit Schützenbund: Rabensteiner stellt sich hinter Schmid!

Der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Christoph Schmid, steht nach seiner deutlichen Rede bei der 61. Bundesversammlung am vergangenen Wochenende in der Kritik der Medien. Hannes Rabensteiner, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit und Schütze, stellt sich klar hinter Schmid und den Schützenbund: „Die Rede war ein notwendiger Weckruf aus Sorge um die Zukunft unseres Landes. Die angesprochenen Punkte spiegeln wider, was ein Großteil der Bevölkerung denkt!“

Schmid hatte in seiner Ansprache vor allem eine zunehmende politische Orientierungslosigkeit, fehlende klare Haltung und zu wenig Mut in wichtigen Anliegen kritisiert. Zudem warnte er davor, Identität und Sprache wirtschaftlichen oder internationalen Interessen unterzuordnen, etwa im Zusammenhang mit der Außendarstellung Süd-Tirols bei den Olympischen Spielen. Außerdem sprach er den Wunsch nach einer stärkeren Rückbesinnung auf die eigene Identität und eine bewusste Einordnung der historischen Verbindung zu Österreich aus.

Für seine mahnenden Worte wird Schmid nun von der SVP und einschlägigen Journalisten angefeindet. Die Tageszeitung spricht sogar von „radikalen Mandern“. Rabensteiner weist diese Darstellung zurück und betont: „Ich war selbst bei der Bundesversammlung anwesend. Dort wurde nichts Extremes gesagt, sondern eine sachliche und realistische Beschreibung der aktuellen Situation im Land. Offensichtlich hat der Schützenbund einen wunden Punkt getroffen, da die SVP aufspringt wie die Heuschrecken. Vielleicht plagt sie das schlechte Gewissen?“

Er hebt zudem die Rolle des Schützenbundes hervor: „Der Schützenbund ist weit mehr als ein Trachtenverein. Eine seiner wichtigsten Aufgaben ist die Volkstumspolitik und dazu gehört es, die Probleme beim Namen zu nennen.“ Gleichzeitig kritisiert er den Umgang mit abweichenden Meinungen: „Es ist ein Armutszeugnis, wenn sachliche Kritik sofort als Hetze abgetan wird und versucht wird, kritische Stimmen auf diese Weise mundtot zu machen!“

Rabensteiner kritisiert in diesem Zusammenhang den Umgang mit kritischen Stimmen: „Wenn politische Kräfte und Medien versuchen, jede unbequeme Stimme durch Etikettierung zum Schweigen zu bringen, dann hat das nichts mehr mit Demokratie zu tun. Süd-Tirol braucht keine Schönfärberei, sondern Ehrlichkeit.“

Zur Haltung gegenüber dem Schützenbund ergänzt er: „Der Eindruck entsteht, dass man mit einem so starken Verband, der in fast jeder Gemeinde vertreten ist, schwer umgehen kann. Die SVP scheint irritiert zu sein, dass der Schützenbund sie nicht hofiert und auch nicht nach ihrer Pfeife tanzt, wie es bei anderen Verbänden üblich ist, sondern eigenständig auftritt. Vielleicht liegt das Problem darin, dass der Schützenbund nicht bereit ist, sich politisch vereinnahmen zu lassen. Eine starke, unabhängige Stimme passt offenbar nicht jedem.“

Die Süd-Tiroler Freiheit sieht in den Aussagen des Schützenbundes einen wichtigen Beitrag zur aktuellen politischen Lage im Land. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit braucht es klare Worte, um Fehlentwicklungen zu benennen, die Interessen der einheimischen Bevölkerung zu vertreten und den Politikern ins Gewissen zu reden.

Hannes Rabensteiner, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit

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