Die aktuellen Tarifentwicklungen bei den Seniorenheimen sind ein sozialpolitischer Skandal: Während die Inflation seit Anfang 2024 bei rund 3,3 % lag, sind die Tarife für Seniorenheime im selben Zeitraum um über 13 % gestiegen – also mehr als dreimal so stark. Das bedeutet konkret: Durch die Erhöhungen der vergangenen zwei Jahre entstehen Betroffenen durchschnittlich über 2.800 Euro Mehrkosten pro Jahr. Pflege wird in Süd-Tirol immer teurer – und für viele Familien schlicht nicht mehr leistbar. Dabei trifft es genau jene Menschen, die den Wohlstand in unserem Land aufgebaut haben. Wie erklärt die Landesregierung diesen Menschen, dass für sie kein Geld da ist, während das Land Gratis-Wohnungen für Migranten in allen Gemeinden finanziert?
Viele Senioren stehen heute mit mickrigen Renten da, obwohl sie ein Leben lang hart gearbeitet haben. Besonders dramatisch ist die Situation für Frauen: Wer Kinder großgezogen oder Angehörige gepflegt hat, wurde dafür jahrzehntelang kaum abgesichert. Das Ergebnis sehen wir heute – Altersarmut trotz Lebensleistung. Und genau diese Menschen sollen jetzt auch noch die steigenden Heimkosten tragen? Das ist sozialpolitisch nicht tragbar!
Während die Kosten für die Betroffenen explodieren, zieht sich das Land zunehmend aus der Verantwortung zurück. Pensionisten und Familien werden alleine gelassen, müssen Kredite für die Pflege aufnehmen – oder stehen vor der Entscheidung, billigere Strukturen zu wählen, die nicht mehr den vollen Betreuungsstandard bieten. Gleichzeitig hat die Landesregierung jedoch kein Problem damit, dass Geld der Steuerzahler für Gratis-Wohnungen für Ausländer aus dem Fenster zu werfen. Für die eigenen Senioren fehlt aber das Geld.
Diese Politik der Landesregierung ist nicht nur widersprüchlich, sie ist menschenverachtend, einheimischenfeindlich und herzlos! Eine Landesregierung, die bei einem Landeshaushalt von fast 9 Milliarden Euro argumentiert, dass für die Pflege älterer Menschen nicht genügend Mittel vorhanden sind, setzt bewusst falsche Schwerpunkte. Alter und Pflegebedürftigkeit dürfen nicht zur Armutsfalle werden!
Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, fordert die Landesregierung daher auf, das Geld der Steuerzahler endlich wieder für die eigene einheimische Bevölkerung einzusetzen und Familien und Pensionisten zu unterstützen, indem die gestiegenen Kosten für die Pflege der älteren Generation vom Land ausgeglichen werden.
Wir sind dies unseren Eltern und Großeltern schuldig!
Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit



