Süd-Tiroler Freiheit Vinschgau:

Wir zahlen, andere kassieren. Schluss damit!

Allgemein, Schlagzeilen, Vinschgau
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Süd-Tiroler Freiheit Vinschgau:

Wir zahlen, andere kassieren. Schluss damit!

Die neuen Zahlen der Bezirksgemeinschaft Vinschgau zur Verteilung finanzieller Sozialhilfe im Bezirk zeigen eine massive Schieflage im Sozialsystem – knapp die Hälfte der finanziellen Mittel gingen an durchschnittlich 8,4 Prozent der Bevölkerung. In den Gemeinden des Sozialsprengels Mittelvinschgau – Kastelbell-Tschars, Latsch, Laas, Schlanders und Martell – lag der Ausländeranteil am 31.12.2024 bei durchschnittlich 8,4 Prozent der Bevölkerung (ASTAT info 10/2026). 2025 waren jedoch im Sprengel Mittelvinschgau 43,75 Prozent der Bezieher finanzieller Sozialhilfe keine italienischen Staatsbürger – und sie erhielten in Summe 48,96 Prozent der gesamten ausbezahlten Geldmittel. Für die Süd-Tiroler Freiheit ist klar, dass dieses Missverhältnis nicht mehr rechtfertigbar und für die einheimische Bevölkerung nicht mehr hinnehmbar ist.

Bereits die Antwort auf eine entsprechende Landtagsanfrage der Bewegung vor Kurzem hatte gezeigt, dass sich diese Entwicklung durch den gesamten Vinschgau und mit ähnlichen Zahlen auch durch ganz Süd-Tirol zieht. Besonders brisant ist dieser Umstand jedoch im teilweise von Abwanderung gefährdeten Vinschgau, wo laut AFI-Studie die Bürger vieler Gemeinden – gemessen am Landesdurchschnitt – ohnehin schon unterdurchschnittliche Einkommen aufweisen.

Im Sprengel Mittelvinschgau lagen die finanziellen Sozialbeiträge für Ausländer bzw. „Nicht-Italiener“ 2015 bei ca. 39% der Gesamtausgaben, 31,4% der Betreuten waren damals Ausländer. In den fünf Gemeinden des Sprengels Mittelvinschgau, Laas, Latsch, Kastelbell-Tschars, Schlanders, Martell, hat sich der Ausländeranteil innerhalb von zehn Jahren (von 2015 auf 2025) von durchschnittlich 5,2% auf durchschnittlich 8,4% erhöht.

Im Sprengel Obervinschgau lag 2015 der Anteil an ausländischen Beitragsbeziehern und der an Ausländer ausbezahlten Beiträge noch bei rund 25%. In den sieben Gemeinden des Sprengels Obervinschgau – Graun, Glurns, Mals, Schluderns, Taufers, Prad, Stilfs – hat sich die ausländische Bevölkerung von 2015 bis 2025 von durchschnittlich 4,8% auf durchschnittlich 8,3% erhöht.

Dies bedeutet, dass bei steigendem Ausländeranteil an der Bevölkerung auch die Anzahl ausländischer Beitragsbezieher und die an „Nicht-Italiener“ ausgeschütteten Beiträge markant steigen. Es gilt außerdem zu beachten, dass die in der Statistik als „Italiener“ angeführten Bezieher sich aus deutsch- und ladinischsprachigen Süd-Tirolern, aber auch aus Italienern aus anderen Regionen und aus eingebürgerten Ausländern mit italienischer Staatsbürgerschaft zusammensetzen. Die jeweiligen Prozentsätze wurden in der vorliegenden Statistik allerdings nicht ausgewiesen.

Was die Menschen seit Jahren spüren, wird jetzt endgültig bestätigt. Wer hier lebt, arbeitet und einzahlt, fühlt sich zunehmend wie ein Bürger zweiter Klasse“, erklärt Benjamin Pixner, Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit im Vinschgau.

Es kann nicht sein, dass jene, die das System finanzieren, immer öfter leer ausgehen, während andere überproportional davon profitieren.“ Auch aus Sicht der Familien verschärft sich die Situation zusehends. „Gerade Alleinerziehende und Familien mit Kindern, wo beide Eltern berufstätig sind, fallen sehr oft durch das Raster. Gleichzeitig reicht in anderen Fällen eine Eigenerklärung, dass man im Herkunftsland nichts besitzt, um hier Leistungen zu erhalten. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen – dies empfinden viele als zutiefst ungerecht“, betont Karin Meister, Bezirksrätin im Vinschgau und Frauensprecherin der Süd-Tiroler Freiheit.

Die Süd-Tiroler Freiheit kritisiert scharf, dass die Landesregierung diese Entwicklung seit Jahren ignoriert, kleinredet und verleugnet. Während die Lebenshaltungskosten steigen und Wohnraum knapp ist, wächst das Gefühl der Benachteiligung in der Bevölkerung spürbar – und wie die Zahlen zeigen – berechtigt. Für die Süd-Tiroler Freiheit steht fest, dass finanzielle Sozialhilfe in erster Linie jenen zugutekommen muss, die dieses Land aufgebaut haben und tagtäglich finanzieren. Es braucht eine sofortige Kursänderung bei der Vergabe von Sozialleistungen und eine gerechte Auszahlung an bedürftige Einheimische, bevor noch mehr Menschen aus Perspektivlosigkeit und Existenzängsten das Land verlassen.

Benjamin Pixner, Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit Vinschgau
Karin Meister, Bezirksrätin im Vinschgau und Frauensprecherin der Süd-Tiroler Freiheit

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Öffi-Personal vor kriminellen Ausländern schützen!

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