Briefe, die verschwinden. Zweisprachigkeit, die ignoriert wird. Postämter, die geschlossen sind: Die Zustände bei der italienischen Post in Süd-Tirol sind seit langem bekannt und werden kaum besser. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert, das desolate Kompatscher-Abkommen mit der Post zu kündigen!
„Auch im digitalen Zeitalter bleibt die Post ein unverzichtbarer Grunddienst. Doch die italienische Post zeigt sich häufig unfähig, diesen Dienst in Süd-Tirol verlässlich zu erfüllen“, betont der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll. Und das, obwohl das Land Süd-Tirol fast elf Millionen Euro an die Post zahlt – über das Mailänder Abkommen und über das Kompatscher-Abkommen.
Besonders schwer wiegt der Umgang mit der Zweisprachigkeit: „Das Recht auf Gebrauch der deutschen Sprache wird vielfach verweigert. Offiziell heißt es zwar, alle Mitarbeiter hätten einen Zweisprachigkeitsnachweis. Doch der Skandal um gekaufte Sprachzertifikate erklärt auch hier einiges.“
Was also tun? Weiterhin Millionen verschwenden und auf Besserung hoffen? Die Süd-Tiroler Freiheit bekräftigt ihre Forderung, den Post-Grunddienst in Süd-Tirol endlich auf eine stabile Basis zu stellen. Das Ziel ist nicht, die Geschäftsfelder der italienischen Post zu kopieren, sondern die Grundversorgung sicherzustellen: die Zustellung von Briefen, Zeitungen und ähnlichen Diensten.
„Notwendig sind neue Wege, sei es durch internationale Verträge mit verlässlichen Postanbietern oder durch den Aufbau einer Landespost“, unterstreicht Knoll. „In anderen autonomen Regionen Europas ist eine eigene Post längst Realität. Dann sollte das doch auch im Land der ‚besten Autonomie der Welt‘ möglich sein!“
Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit




