Mit scharfen Worten kritisieren die Süd-Tiroler Freiheit und die FPÖ-Tirol den politischen Verrat von Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Süd-Tiroler Landesregierung an der eigenen Bevölkerung in ganz Tirol. Während die Menschen im Inntal, Wipptal, Eisacktal und im Unterland entlang der Brennerautobahn tagtäglich unter massiver Verkehrs-, Lärm- und Schadstoffbelastung leiden, bleibt die Landesregierung untätig und stellt sich nun sogar offen gegen die Interessen der eigenen Bürger, indem sie in Rom gegen die Blockade des Brenners interveniert. Das ist Verrat am eigenen Volk!
Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll und Hannes Rabensteiner, sowie der FPÖ-Tirol, Gudrun Kofler, drücken der Bevölkerung ihre volle Solidarität mit der angekündigten Blockade der Brennerautobahn aus. „Diese Blockade ist der legitime Hilfeschrei einer verzweifelten Bevölkerung, die von der Politik seit Jahren im Stich gelassen wird.“
Aus umweltmedizinischer und gesundheitswissenschaftlicher Sicht ist die Situation längst unhaltbar. Die dauerhafte Belastung durch Stickoxide, Feinstaub sowie Verkehrslärm führt nachweislich zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Schlafstörungen und psychischen Belastungen. Hinzu kommt die zunehmende Belastung durch Mikroplastik, welche durch den Reifenabrieb entlang der Brennerautobahn signifikant steigt. Internationale Studien sowie Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zeigen klar, dass selbst geringe, aber dauerhafte Überschreitungen der Grenzwerte erhebliche gesundheitliche Langzeitschäden verursachen können. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke – also jene Gruppen, die eines besonderen Schutzes durch die Politik bedürfen.
„Es ist ein Armutszeugnis, wenn die Süd-Tiroler Landesregierung tatenlos zusieht, wie die eigene Bevölkerung unter der Transitlawine leidet. Während andere Regionen längst handeln, duckt sich Kompatscher weg und stellt sich de facto auf die Seite der italienischen Frächterlobby“, erklärt Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit.
Die verkehrsbedingte Belastung entlang der Brennerachse hat mittlerweile ein Niveau erreicht, das nicht nur die Lebensqualität massiv beeinträchtigt, sondern auch langfristige gesundheitliche Schäden erwarten lässt. Moderne verkehrswissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass ohne konsequente Steuerungsmaßnahmen – wie Dosiersysteme, sektorale Fahrverbote oder eine nachhaltige Verlagerung auf die Schiene – keine Entlastung zu erwarten ist. Dass Süd-Tirol hier hinterherhinkt, ist politisch nicht mehr zu rechtfertigen.
Besonders unverständlich ist in diesem Zusammenhang, dass in Nord-Tirol bereits wieder Abfahrverbote bei Stau umgesetzt werden, während die Süd-Tiroler Landesregierung weiterhin zusieht, wie sich der Verkehr ungehindert durch die Täler wälzt und die Bevölkerung im Stau erstickt.
„Dass Landeshauptmann Kompatscher offenbar hinter dem Rücken der eigenen Bevölkerung in Rom gegen die Blockade am Brenner Stimmung macht, anstatt sich klar vor die Bevölkerung zu stellen, ist verantwortungslos. Dieses Verhalten wird von vielen als politischer Verrat wahrgenommen und untergräbt das Vertrauen in die Europaregion Tirol nachhaltig“, betont Gudrun Kofler von der FPÖ-Tirol.
Die angekündigte Blockade der Brennerautobahn ist daher nicht als radikaler Protest zu werten, sondern als Ausdruck einer tiefen Verzweiflung und eines berechtigten Widerstands gegen jahrelange politische Untätigkeit. Sie zeigt, dass die Belastungsgrenze der Bevölkerung längst überschritten ist.
„Die Blockade ist kein Extrem, sondern ein notwendiger Weckruf. Wenn die Politik versagt, ist es das gute Recht der Bevölkerung, auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Wir stehen klar an der Seite der Menschen im Eisacktal und Wipptal“, so Hannes Rabensteiner, Abgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit im Bezirk Eisacktal.
Die Süd-Tiroler Freiheit und die FPÖ-Tirol fordern daher umgehend:
- wirksame Maßnahmen zur Reduktion bzw. Verlagerung des Transitverkehrs,
- Maßnahmen zur Unterbindung des Umwegverkehrs,
- die Ausweitung von Verkehrsbeschränkungen auf ganz Tirol,
- eine klare politische Positionierung zum Schutze der eigenen Bevölkerung gegenüber Rom, Brüssel und Wien.
Die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen entlang der Brennerachse dürfen nicht länger wirtschaftlichen Einzelinteressen geopfert werden. Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung ihrer Verantwortung gerecht wird und endlich handelt.
Während Kompatscher und die Volkspartei die eigene Bevölkerung verraten und im Verkehr ersticken lassen, stellen sich die Süd-Tiroler Freiheit und die FPÖ-Tirol schützend vor die eigene Bevölkerung in ganz Tirol und werden sich aktiv an der Blockade des Brenners beteiligen.
Sven Knoll und Hannes Rabensteiner, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit
Gudrun Kofler, Landtagsabgeordnete der FPÖ-Tirol



