Schutz der deutschen Sprache

Ablehnung des Antrags zur Zweisprachigkeit im öffentlichen Dienst

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Schutz der deutschen Sprache

Ablehnung des Antrags zur Zweisprachigkeit im öffentlichen Dienst

In der gestrigen Landtagssitzung vom 7. Mai wurde der Beschlussantrag des Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Hannes Rabensteiner, zur Stärkung der Zweisprachigkeit im öffentlichen Dienst von der Mehrheit abgelehnt. Die Süd-Tiroler Freiheit hatte konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um der zunehmenden Verdrängung der deutschen Sprache in der Verwaltung und im öffentlichen Dienst entgegenzuwirken. Doch die SVP und andere Parteien reagierten mit der gewohnten Haltung und wollen die Probleme kleinreden und lehnten sowohl den Antrag als auch die konkreten Vorschläge des Abgeordneten Hannes Rabensteiner ab.

„Es ist enttäuschend, dass die Landesregierung erneut den Kopf in den Sand steckt und offensichtliche Missstände beim Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache herunterspielt und ausblendet. Realität ist: Im öffentlichen Dienst werden die Mitarbeiter auch untereinander angehalten, nur noch Italienisch zu sprechen“, unterstreicht Rabensteiner. „Die deutsche Sprache darf nicht weiter verdrängt werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass Deutsch in Süd-Tirol zunehmend zur Fremdsprache wird.“

Die Vorschläge der Süd-Tiroler Freiheit umfassten unter anderem verpflichtende Sprachfortbildungen für öffentliche Bedienstete, ein Sprachmentoren-System und eine stärkere Verwendung der deutschen Sprache im täglichen Arbeitsumfeld. Ebenso regte der Beschlussantrag eine Erhebung der Ursachen an, warum die Deutschkenntnisse in den italienischen Schulen niedriger sind als die Italienischkenntnisse in den deutschen Schulen. Dies sollte dazu beitragen, diesem Missstand bereits frühzeitig entgegenzuwirken. Diese konkreten Maßnahmen wurden von der Mehrheit abgelehnt, obwohl sie darauf abzielten, die Zweisprachigkeit im öffentlichen Dienst nachhaltig zu stärken.

Wir haben auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, konkrete Schritte zu unternehmen, um die deutsche Sprache, die wichtigste Säule zum Fortbestand des deutschen Volkstums in Süd-Tirol, als vollwertige Amts- und Arbeitssprache zu schützen. Anstatt diese Vorschläge ernst zu nehmen, hat die Mehrheit sie abgelehnt, was die mangelnde Bereitschaft zur Lösung des Problems deutlich macht“, betont Hannes Rabensteiner.

Die Süd-Tiroler Freiheit wird weiterhin auf die Probleme der Verdrängung der deutschen Sprache hinweisen und konkrete Vorschläge unterbreiten. „Die Realität vor Ort lässt sich nicht ignorieren. Dies zeigt jüngst der Skandal rund um die gefälschten Zweisprachigkeitszertifikate. Darauf hatte der Landtagsabgeordnete Hannes Rabensteiner bereits im Jänner hingewiesen und konkrete Vorschläge unterbreitet, um diesem Betrug entgegenzuwirken. Leider wurde dieser Antrag als lächerlich abgetan und von der Mehrheit niedergestimmt. Die weitere Entwicklung zeigt jedoch, dass ein entschiedenes Entgegenwirken in diesem Bereich in keiner Weise lächerlich, sondern vielmehr dringend notwendig ist. Wir werden weiterhin darauf aufmerksam machen, dass die deutsche Sprache in Süd-Tirol permanenten Angriffen ausgesetzt ist und immer öfter vom Italienischen verdrängt wird – sei es im öffentlichen Dienst, in der Verwaltung oder in der Schule. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die kulturelle Identität, sondern auch die Autonomie unseres Landes“, erklärt Hannes Rabensteiner.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert weiterhin ein konsequentes Eintreten für die Zweisprachigkeit und die Schaffung von Lösungen, um die deutsche Sprache im öffentlichen Dienst langfristig zu sichern.

Hannes Rabensteiner, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit

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