Die Süd-Tiroler Freiheit kritisiert die Ablehnung der Tagesordnung des Landtagsabgeordneten Bernhard Zimmerhofer zur Einführung der Direktwahl des Landeshauptmannes. Der Tagesordnungspunkt wurde in der Landtagssitzung vom 8. Mai 2026 zum Gesetzentwurf Nr. 65/26-XVII eingebracht, von der Mehrheit jedoch abgelehnt.
Zimmerhofer hatte gefordert, das bestehende Wahlgesetz dahingehend abzuändern, dass der Landeshauptmann künftig direkt von der Bevölkerung gewählt wird. Damit sollte eine der wichtigsten politischen Entscheidungen des Landes nicht länger ausschließlich im Landtag und damit auf Grundlage parteipolitischer Mehrheiten getroffen werden.
„Die Bürger dürfen bei der Wahl des Landeshauptmannes nicht außen vor bleiben. Wer an der Spitze des Landes steht, sollte das Vertrauen der Bevölkerung direkt erhalten und nicht nur das Ergebnis parteipolitischer Absprachen sein“, betont Landtagsabgeordneter Bernhard Zimmerhofer.
Süd-Tirol hätte bereits seit dem Verfassungsgesetz vom 31. Jänner 2001 die Möglichkeit, die eigene Regierungsform mit Landesgesetz zu regeln. Die Nachbarprovinz Trient hat diesen Weg bereits eingeschlagen und die Direktwahl des Landeshauptmannes eingeführt. Umso unverständlicher sei es, dass Süd-Tirol weiterhin an einem System festhalte, das die Wähler von dieser zentralen Entscheidung ausschließt.
Die Süd-Tiroler Freiheit sieht in der Direktwahl eine Stärkung der Demokratie und der politischen Beteiligung. Wie bei der Direktwahl der Bürgermeister würde auch auf Landesebene der Wille der Bevölkerung stärker zum Ausdruck kommen. Ein solches Persönlichkeitswahlrecht könnte zudem dazu beitragen, Wahlmüdigkeit und Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.
„Gerade in Zeiten sinkenden Vertrauens in die Politik braucht es mehr Mitsprache, nicht weniger. Die Direktwahl würde den Bürgern mehr Gewicht geben und die Wahl spannender, verständlicher und demokratischer machen“, so Zimmerhofer abschließend.
Die Süd-Tiroler Freiheit bedauert die Ablehnung durch die Mehrheit und wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Bevölkerung künftig selbst entscheiden kann, wer Landeshauptmann von Süd-Tirol wird.
Bernhard Zimmerhofer, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit




