Mit scharfer Kritik reagiert der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, auf die Aussagen von Landeshauptmann Arno Kompatscher, wonach Ausländer in Süd-Tirol diskriminiert würden. Diese Behauptung entspricht nicht den Tatsachen. Genau das Gegenteil ist der Fall: Während Ausländer überproportional von Sozialleistungen und öffentlicher Wohnraumvergabe profitieren, werden Einheimische im eigenen Land benachteiligt. Das behauptet nicht die Süd-Tiroler Freiheit, sondern das sind die Zahlen und Fakten, die die Süd-Tiroler Landesregierung selbst veröffentlicht. Wenn Kompatscher nun behauptet, dass Ausländer in Süd-Tirol diskriminiert würden, dann wird die Bevölkerung entweder bewusst belogen oder für dumm verkauft.
Die offiziellen Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache:
- Bei den WOBI-Wohnungen liegt der Anteil jener Personen, die außerhalb Süd-Tirols geboren sind, bei 37,82 Prozent.
- Bei der Sozialhilfe beträgt der Anteil der Ausländer 35,14 Prozent.
- Bei Zuschüssen für Mieten und Wohnnebenkosten gehen fast 49 Prozent der Leistungen an Ausländer.
Diese Zahlen stehen in einem klaren Missverhältnis zum Bevölkerungsanteil der Ausländer (10,7 Prozent) in Süd-Tirol und zeigen deutlich, wer tatsächlich überproportional von öffentlichen Leistungen profitiert.
Hinzu kommt noch die neueste Aktion der Landesregierung, bei der in allen Gemeinden voll möblierte Gratis-Wohnungen zu 100 Prozent an Ausländer vergeben werden.
Besonders im Bereich des leistbaren Wohnens wächst der Unmut in der Bevölkerung massiv. Während junge Süd-Tiroler Familien kaum mehr Eigentum erwerben können und viele Einheimische aufgrund explodierender Miet- und Wohnkosten gezwungen sind, das Land zu verlassen, werden öffentliche Wohnungen und Unterstützungen zunehmend an Personen vergeben, die nie in das Sozialsystem eingezahlt haben oder erst seit kurzer Zeit im Land leben.
„Die wahre soziale Schieflage besteht darin, dass die eigene einheimische Bevölkerung immer stärker verdrängt wird, obwohl sie jahrzehntelang gearbeitet, Steuern bezahlt und zum Aufbau unseres Landes beigetragen hat“, betont Knoll.
Die Süd-Tiroler Freiheit kritisiert daher die ständige moralische Belehrung durch die Landesregierung. Wer auf offensichtliche Missstände hinweise, werde sofort in die Nähe von Fremdenfeindlichkeit oder „Sozialneid“ gerückt. Damit versuche die SVP lediglich, von ihrem politischen Versagen in der Wohnbau-, Sozial- und Ausländerpolitik abzulenken.
„Kompatscher sollte endlich aufhören, die Realität schönzureden. Die Menschen sehen tagtäglich selbst, was im Land passiert. Die Landesregierung hat die Kontrolle über die Ausländerpolitik längst verloren und versucht nun, berechtigte Kritik moralisch zu diffamieren“, betont Knoll.
Soziale Gerechtigkeit bedeutet zuerst Verantwortung gegenüber der eigenen einheimischen Bevölkerung. Wer das nicht mehr versteht, hat den Bezug zu den Menschen in Süd-Tirol verloren.
Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit



