Nach mehreren brutalen Gewalttaten in Meran wurden mehrere Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren wegen Prügelei, Körperverletzung und Raubüberfalls von der Meraner Ortspolizei angezeigt. Die Reaktion des Quästors darauf war eine „mündliche Verwarnung“. Die Süd-Tiroler Freiheit übt scharfe Kritik an der bloßen mündlichen Verwarnung durch den Quästor. Wer Menschen ohne ersichtlichen Grund zusammenschlägt, Minderjährige einschüchtert und anschließend auch noch online mit der Gewalt prahlt, darf nicht mit einer Ermahnung davonkommen.
„Hier geht es nicht um eine Bagatelle, nicht um Sachbeschädigung und auch nicht um einen jugendlichen Fehltritt. Hier geht es um brutale Körperverletzung, Raubüberfälle und Wiederholungstäter, die offenbar keinerlei Reue zeigen. Eine mündliche Verwarnung ist darauf keine angemessene Antwort“, betont Hannes Widmann, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Meran.
Gerade weil es sich um Minderjährige handelt, muss der Rechtsstaat klare Grenzen setzen. Das Jugendstrafrecht sieht sehr wohl Maßnahmen vor, um junge Täter zur Verantwortung zu ziehen, sie zurechtzuweisen und ihnen die Konsequenzen ihres Handelns spürbar vor Augen zu führen. Auch die Familien müssten stärker in die Verantwortung genommen werden. Wer andere Menschen angreift, beraubt und seine Taten auch noch in sozialen Netzwerken zur Schau stellt, braucht keine bloßen Worte, sondern klare und sofortige Konsequenzen. Gleichzeitig muss den Opfern und der Bevölkerung deutlich signalisiert werden, dass der Rechtsstaat handlungsfähig ist und brutale Gewalt nicht verharmlost wird.
„Es darf keinen Freifahrtschein für Gesetzesverstöße geben. Gleiches Recht muss für alle gelten. Wer wiederholt zuschlägt, raubt und damit prahlt, muss sofort mit spürbaren Konsequenzen rechnen,“ bekräftigt Jan Niklaus, der Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit Meran.
Die Ortsgruppe und der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit Meran



