Die Süd-Tiroler Freiheit fordert Aufklärung über den Sikh-Umzug in Bozen. Bei der Veranstaltung trugen mehrere Teilnehmer Säbel mit sich und führten rituelle Schwertkämpfe vor. Für Schützen und Traditionsverbände gelten strenge Auflagen, was das Mitführen historischer Waffen anbelangt. Gilt das auch für Sikh?
Am 10. Mai zogen hunderte Anhänger der Sikh-Glaubensgemeinschaft durch Bozen. Die Teilnehmer kamen aus Süd-Tirol und anderen Regionen Italiens. Mehrere Personen trugen dabei Säbel mit sich und führten rituelle Schwertkämpfe vor.
Mit einer Landtagsanfrage will die Süd-Tiroler Freiheit nun klären, auf welcher rechtlichen Grundlage die Säbel erlaubt waren, ob die Waffen von den Behörden kontrolliert wurden und ob die Teilnehmer einen Nachweis über den sicheren Umgang mit den Waffen erbringen mussten.
Schützen müssen strenge Auflagen erfüllen, um ihre historischen Waffen tragen zu dürfen. Die Gewehre sind so umgebaut, dass keine scharfe Munition verwendet werden kann. Auch die Säbel sind entschärft: Die Klingen sind stumpf, die Spitzen abgerundet. Es handelt sich ausschließlich um symbolische Waffen.
„Es kann nicht sein, dass für heimische Traditionsverbände strengste Auflagen gelten, während bei anderen Veranstaltungen offenbar mit zweierlei Maß gemessen wird“, erklärt die Süd-Tiroler Freiheit. Die Bewegung fordert zudem, dass endlich auch Schützen aus Nord-Tirol, Ost-Tirol und Bayern mit ihren historischen Waffen in Süd- und Welsch-Tirol auftreten dürfen. „Wenn Sikh aus ganz Italien mit Säbeln nach Bozen kommen dürfen, muss das Mitführen historischer Waffen auch für Schützen aus Tirol und Bayern möglich sein!“
Süd-Tiroler Freiheit


