Bewaffneter Jugendlicher in Meran

Wie lange will die Landesregierung noch wegschauen?

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Bewaffneter Jugendlicher in Meran

Wie lange will die Landesregierung noch wegschauen?

Heute Vormittag sind die Süd-Tiroler Freiheit, der Schullandesrat und die Landesschuldirektion von einer Lehrperson über einen erschütternden Vorfall an einer Grundschule in Meran in Kenntnis gesetzt worden. Dieser Fall zeigt auf, wie angespannt die Sicherheitslage an manchen Schulen in unserem Land inzwischen geworden ist:

Am Montag, den 18. Mai 2026, tauchte während der Turnstunde einer zweiten Klasse Grundschule auf dem Basketballfeld des Pausenhofes plötzlich ein etwa zehn- bis zwölfjähriger Junge auf. Zunächst hielt er ein Büschel Gras in der Hand. Kurz darauf kehrte er zurück – mit einem Gewehr, das er offenbar mit dem Gras zu verdecken versuchte. Später holte er aus dem Gebüsch zusätzlich drei oder vier Pistolen hervor und entfernte sich damit über das Spielfeld.

Die anwesende Lehrperson zeigte sich nach dem Vorfall tief erschüttert. Zwar dürften die Pistolen nach erster Einschätzung Spielzeugwaffen gewesen sein, beim Gewehr sei dies jedoch nicht eindeutig erkennbar gewesen. Die Lehrperson berichtet, dass sich immer wieder schulexterne, fremde Jugendliche und junge Männer auf dem Schulgelände aufhalten, Lehrkräfte beschimpfen und diese sogar vom Platz verweisen wollen. Was früher undenkbar gewesen wäre, scheint inzwischen mancherorts zur traurigen Normalität geworden zu sein.

Die Süd-Tiroler Freiheit zeigt sich über diesen Vorfall zutiefst besorgt und fordert die Landesregierung auf, endlich zu handeln. Schulen müssen geschützte Orte sein. Es kann nicht sein, dass Lehrpersonen während des Unterrichts nicht nur für die pädagogische Arbeit zuständig sind, sondern gleichzeitig auch noch Sicherheitsaufgaben übernehmen müssen, weil fremde Personen ungehindert Schulgelände betreten.

Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit, findet klare Worte: „Dieser Vorfall muss alle Alarmglocken schrillen lassen. Wenn eine Lehrperson während einer Turnstunde plötzlich einem Jungen gegenübersteht, der mit einem Gewehr und mehreren Pistolen über ein Schulgelände läuft, dann ist das kein harmloser Zwischenfall mehr. Dann ist das ein Sicherheitsversagen. Die Landesregierung muss endlich aus ihrem Dornröschenschlaf aufwachen. Es braucht keine weiteren Beschwichtigungen, sondern konkrete Maßnahmen. Unsere Kinder und Lehrpersonen haben ein Recht darauf, sich in der Schule sicher zu fühlen!“

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher eine sofortige Überprüfung der Sicherheitslage an allen Süd-Tiroler Schulen, insbesondere an jenen Standorten, an denen es bereits wiederholt zu Vorfällen mit schulfremden Personen gekommen ist. Schulhöfe dürfen keine rechtsfreien Räume sein. Wo regelmäßig fremde Jugendliche oder Erwachsene das Schulgelände betreten, Lehrpersonen bedrängen oder Kinder gefährden, braucht es klare Kontrollen, funktionierende Zutrittsregelungen und regelmäßige Präsenz der Ordnungskräfte.

Dieser Vorfall darf nicht einfach als Einzelfall abgetan werden. Wenn Lehrpersonen berichten, dass Beschimpfungen, Einschüchterungen und unbefugte Personen auf Schulgeländen bereits „zur Normalität“ geworden sind, dann ist dringender Handlungsbedarf gegeben.

Die Sicherheit unserer Kinder darf nicht erst dann ernst genommen werden, wenn etwas Schlimmeres passiert.

Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit

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