Bebaubare Fläche in Süd-Tirol:

Ende der natürlichen Ressourcen in naher Zukunft!

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Bebaubare Fläche in Süd-Tirol:

Ende der natürlichen Ressourcen in naher Zukunft!

Die bebaubare Fläche Süd-Tirols ist wesentlich kleiner und die bereits bebaute Fläche ist wesentlich größer als zuletzt angenommen, dies hat die Antwort auf eine Landtagsanfrage des Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, ergeben. Die natürlichen Ressourcen des Landes sind nicht unendlich und der Handlungsspielraum ist, gerade in einem Gebirgsland wie dem unseren, sehr eingeschränkt. Aufgrund ähnlicher Probleme wie bei uns stimmen die Schweizer Stimmberechtigten am 14. Juni 2026 über die Nachhaltigkeitsinitiative „Keine 10-Millionen-Schweiz“ ab, die eine Begrenzung der ständigen Wohnbevölkerung verlangt.

Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) führt alle fünf Jahre eine Untersuchung des Dauersiedlungsgebietes, das heißt, der potenziell besiedelbaren Gebiete und der bereits besiedelten Fläche durch. Die letzte Untersuchung wurde 2022 veröffentlicht. Nach diesen Daten umfasst die gesamte Grundfläche Südtirols von 739.819 ha ein Dauersiedlungsgebiet von 22.936 ha, was nur 3,1 % der gesamten Landesfläche entspricht. Weiters zeigt die Studie, dass nur noch rund die Hälfte (51,86 Prozent) des Dauersiedlungsgebietes als noch erschließbar aufscheinen. Außerhalb des definierten Siedlungsgebietes befinden sich 9.639 Hektar besiedelte Fläche; daraus ergibt sich eine landesweite besiedelte Fläche von 20.681 Hektar. In den Jahren 2022 bis 2024 hat es laut den von der ISPRA bereitgestellten Daten einen jährlichen Verlust von 75 Hektar Boden gegeben, das entspricht fast der Hälfte des Kalterer Sees.

„Wie weit wollen und können wir also noch wachsen, wenn ein Ende der natürlichen Ressourcen absehbar ist?“, fragt sich Zimmerhofer. Was gilt es also für die Politik zu tun: Wir brauchen ein moderates, aber kein überhitztes Wirtschaftswachstum, ein Wachstum, das sich an den Bedürfnissen und natürlichen Ressourcen des Landes orientiert. Dazu zählen die notwendige Personal- und Grundverfügbarkeit, vor allem die Wasserverfügbarkeit wird in Zukunft ein immer wichtigeres Kriterium sein, eine angemessene Infrastruktur an Schulen, Krankenhäusern usw., sowie Umwelt- und Verkehrsbelastung.

Gerade was den Wohnbau anbelangt, müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden hinsichtlich Leerstand, Stärkung des Vermieterschutzes und Stopp des weiteren „Ausverkaufs der Heimat“ durch Verschärfung der Gesetzeslage.

Bernhard Zimmerhofer, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit

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