Brennerblockade:

Bevölkerung schützen statt Transit schönreden!

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Brennerblockade:

Bevölkerung schützen statt Transit schönreden!

Am Samstag, dem 30. Mai, findet am Brenner eine Demonstration gegen den ausufernden Transitverkehr statt. Aufgerufen dazu hat der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger. Auch die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll und Hannes Rabensteiner, sowie die Landtagsabgeordnete der FPÖ-Tirol, Gudrun Kofler, kündigen ihre Teilnahme an. „Der Tiroler Bevölkerung, die südlich wie nördlich des Alpenhauptkammes entlang der Brennerroute lebt und täglich unter Lärm, Abgasen, Staus und Gesundheitsbelastungen leidet, gilt unsere volle Solidarität“, erklären Knoll, Rabensteiner und Kofler.

 

Kompatscher bremst den Protest statt den Transit

Umso unverständlicher sei die Haltung von Landeshauptmann Arno Kompatscher. Während sich Tirols Landeshauptmann Anton Mattle dem Protest der Bevölkerung anschließt und Verständnis für die Anliegen der Anrainer zeigt, zieht es Kompatscher vor, die betroffenen Menschen zu belehren und ihnen politisch in den Rücken zu fallen. Wer jahrelang miterlebt, wie die Transitbelastung entlang der Brennerachse immer weiter zunimmt, darf sich nicht wundern, wenn die Bevölkerung zu deutlich sichtbaren Protestformen greift. „Kompatscher bremst an der falschen Stelle. Nicht der Protest der Bürger ist das Problem, sondern der immer weiter anwachsende Transitverkehr. Wer jetzt vor allem die Blockade kritisiert, statt endlich wirksame Maßnahmen gegen den Transitdruck einzufordern, verkennt die Ursache des Problems“, betonen die Abgeordneten.

Bevölkerung statt Frächter schützen

Während die Menschen entlang der Brennerachse seit Jahren an ihre Belastungsgrenze gebracht werden, solidarisieren sich viele politisch Verantwortliche lieber mit den Frächtern als mit der einheimischen Bevölkerung. Ein beträchtlicher Teil des Schwerverkehrs nutzt die Brennerroute nicht, weil sie die kürzeste, sondern weil sie die billigste Route ist. Genau hier müsste die Politik ansetzen: mit einer deutlichen Anhebung der Lkw-Maut, wirksamen Verlagerungsmaßnahmen auf die Schiene und klaren Regeln gegen den Umwegtransit.

Jahrelange Warnungen blieben folgenlos

Die FPÖ im Tiroler Landtag und die Süd-Tiroler Freiheit im Süd-Tiroler Landtag haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Anträge zum Transitverkehr eingebracht, teils auch gemeinsam im Dreierlandtag. Ebenso oft wurde öffentlich auf die dramatische Belastung der Bevölkerung hingewiesen. Doch echte Lösungen blieben bisher aus. Im Gegenteil: Die Situation entlang der Brennerroute hat sich weiter verschärft, besonders seit der Corona-Zeit.

Protest am Ort des Geschehens ist richtig und legitim

Die Demonstration am Brenner ist daher ein notwendiges und vollkommen berechtigtes Zeichen. Wenn politische Appelle, Anträge und Verhandlungen über Jahre hinweg folgenlos bleiben, muss der Protest dorthin getragen werden, wo das Problem täglich sichtbar und spürbar ist.

„Unsere Bemühungen in den Institutionen haben bisher nicht zum nötigen Erfolg geführt. Deshalb setzen wir nun ein Zeichen direkt am Ort des Geschehens. Die politisch Verantwortlichen müssen endlich begreifen, dass Lebensqualität und Gesundheit der einheimischen Bevölkerung Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen der Frächter haben müssen“, betonen Knoll, Rabensteiner und Kofler abschließend.

 

Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit

Hannes Rabensteiner, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit

Gudrun Kofler, Landtagsabgeordnete der FPÖ-Tirol

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