Wohnungsnot in Brixen:

 800 Wohnungen fehlen den Einheimischen

Allgemein, Bezirke, Brixen, Eisacktal
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Wohnungsnot in Brixen:

 800 Wohnungen fehlen den Einheimischen

Die Antworten der Stadtregierung auf mehrere Anfragen der Süd-Tiroler Freiheit zur Wohnungsnot bestätigen das, was viele Bürgerinnen und Bürger seit Jahren spüren: Die Wohnungsfrage in Brixen hat längst ein dramatisches Ausmaß erreicht.

Nicht umsonst war die Wohnungsnot bei den vergangenen Wahlständen eines der meistgenannten Probleme der Bevölkerung. Gerade junge Menschen und Familien berichten immer häufiger, dass leistbarer Wohnraum in Brixen kaum mehr zu finden ist.

Umso erschreckender ist die nun offiziell bestätigte Zahl von rund 540 leerstehenden Wohnungen im Gemeindegebiet. Hinzu kommen über 300 Zweitwohnsitze und Ferienwohnungen. Zusammengerechnet fehlen damit gut 800 Wohnungen dem regulären Wohnungsmarkt für Einheimische.
Gleichzeitig wurden zwischen 2016 und 2025 insgesamt 1.429 zusätzliche Gästebetten geschaffen.

Für die Süd-Tiroler Freiheit ist klar: Diese Entwicklung ist selbstverständlich ein zusätzlicher Treiber für steigende Immobilien- und Mietpreise. Während immer mehr Wohnraum touristisch genutzt oder dem Markt entzogen wird, wird der Tourismus von der Politik weiterhin aktiv gefördert und ausgebaut – obwohl die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und die Lebensqualität der Einheimischen längst sichtbar sind.

Besonders kritisch sieht die Süd-Tiroler Freiheit, dass die Gemeinde über Jahre hinweg offenbar nicht einmal über belastbare Zahlen verfügt hat. Erst jetzt wird das tatsächliche Ausmaß langsam sichtbar. Gleichzeitig gibt die Stadtregierung selbst zu, dass die eingeführte SuperGIS keinerlei Veränderung bei den Leerständen bewirkt hat. Die Anzahl der leerstehenden Wohnungen sei gleich geblieben.

Dennoch nimmt die Gemeinde jährlich rund 950.000 Euro zusätzliche Einnahmen durch die SuperGIS ein. Der politische Skandal dabei: Dieses Geld fließt einfach in den allgemeinen Haushalt und wird nicht gezielt dafür verwendet, neuen Wohnraum für junge Menschen und einheimische Familien zu schaffen.

Die Süd-Tiroler Freiheit kritisiert daher scharf, dass die Stadtregierung zwar zusätzliche Steuern erhebt, gleichzeitig aber kaum wirksame Maßnahmen setzt, um die Wohnungsnot tatsächlich zu bekämpfen. Statt konsequent Wohnungen wieder dem Wohnungsmarkt zuzuführen, Leerstände zu bekämpfen oder Zweitwohnsitze einzuschränken, wird eine Entwicklung weiter vorangetrieben, die die Situation zusätzlich verschärft.

„Wenn hunderte Wohnungen leer stehen oder nur zeitweise genutzt werden, während junge Brixnerinnen und Brixner keine Wohnung mehr finden, dann läuft politisch etwas grundlegend falsch“, erklärt Gemeinderat Stefan Unterberger.

Auch Ortssprecher Konrad Unterfrauner warnt vor den zunehmenden Auswirkungen auf die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung: „Die Folgen treffen längst nicht mehr nur den Wohnungsmarkt. Mehr Verkehr, steigender Druck auf Wasserressourcen und zunehmend überfüllte Strukturen führen dazu, dass Einheimische ihre eigene Stadt immer weniger normal nutzen können. Der Fokus der Politik darf nicht einseitig auf einzelnen Wirtschaftslobbys liegen. Die Politik muss sich wieder stärker an den Bedürfnissen der einheimischen Bevölkerung orientieren.“

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert deshalb:

eine klare Zweckbindung der SuperGIS-Einnahmen für leistbares Wohnen,
strengere Maßnahmen gegen dauerhaften Leerstand,
mehr Transparenz bei Zweitwohnsitzen und touristischer Nutzung,
sowie eine Wohnpolitik, die endlich wieder die Interessen der einheimischen Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt.
Wohnen darf in Brixen nicht zum Luxus für Einheimische werden.

Stefan Unterberger
Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit

Konrad Unterfrauner
Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen

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Süd-Tiroler Freiheit und FPÖ stehen an der Seite der Bevölkerung

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