Mit Verwunderung nehmen der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Stefan Unterberger, und der Brixner Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit, Konrad Unterfrauner, die jüngsten Aussagen der Stadtregierung zur Südspange zur Kenntnis. Während in den Medien bereits von einem möglichen Baubeginn im Jahr 2028 und einer Inbetriebnahme in den Jahren 2031 beziehungsweise 2032 gesprochen wird, bestätigen sowohl die Gemeinde Brixen als auch das Land Süd-Tirol in offiziellen Antworten, dass derzeit kein verbindlicher Termin für den Baubeginn vorliegt. Die Südspange befindet sich weiterhin in einer frühen Planungsphase. „Genau diese Widersprüche sind das Problem. Nach außen wird der Eindruck vermittelt, als sei die Umsetzung bereits absehbar. Fragt man jedoch offiziell nach, heißt es plötzlich, dass es keinen verbindlichen Zeitplan gibt. Beides gleichzeitig kann nicht stimmen“, erklärt Unterberger.
Die Süd-Tiroler Freiheit hat sich stets klar für die Umsetzung der Südspange ausgesprochen. Sie ist ein notwendiger Baustein, um die Verkehrsbelastung in Brixen, Milland, Sarns sowie entlang der Plosezufahrt langfristig zu reduzieren. Umso wichtiger wäre es jedoch, die Bevölkerung ehrlich über den tatsächlichen Projektstand zu informieren. „Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie die Situation tatsächlich aussieht. Wer den Menschen Hoffnung auf eine baldige Entlastung macht, während gleichzeitig keine verbindlichen Termine vorliegen, schafft falsche Erwartungen. Die Realität ist, dass sich die Bevölkerung weiterhin auf Jahre zusätzlicher Verkehrsbelastung einstellen muss“, so Unterberger.
Auch der Brixner Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit, Konrad Unterfrauner, sieht die aktuelle Kommunikation kritisch: „Seit Jahren wird die Südspange als zentrale Lösung für die Verkehrsprobleme angekündigt. Gleichzeitig wird die tatsächliche Umsetzung immer weiter nach hinten geschoben. Die Leidtragenden sind die Bürger, die weiterhin täglich mit Staus, Ausweichverkehr und den damit verbundenen Belastungen leben müssen.“
Besonders bemerkenswert ist, dass das Land selbst festhält, dass derzeit kein verbindlicher Termin für den Baubeginn existiert und eine mögliche Ausschreibung der Arbeiten erst ab dem Jahr 2029 vorgesehen ist. Gleichzeitig werden in der öffentlichen Kommunikation bereits konkrete Jahreszahlen für Baubeginn und Inbetriebnahme genannt. Diese Form der Kommunikation sorgt für Verunsicherung und wirft berechtigte Fragen auf.
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert die Stadtregierung daher auf, bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt endlich mit einer Stimme zu sprechen. Die Bevölkerung hat Anspruch auf klare, nachvollziehbare und vor allem widerspruchsfreie Informationen. „Wir brauchen die Südspange so rasch wie möglich. Was wir aber nicht brauchen, sind politische Ankündigungen, die von den eigenen offiziellen Antworten widerlegt werden. Die Bürger verdienen Ehrlichkeit statt Wunschtermine“, so Unterberger und Unterfrauner abschließend.
Stefan Unterberger, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit
Konrad Unterfrauner, Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen




