„Die Terroristen haben verloren, wir haben gewonnen“ ‒ Mit diesem und weiteren geschmacklosen Sätzen reagierte SVP-Koalitionspartner Alessandro Urzì auf den Tod des Freiheitskämpfers Dr. Josef Fontana. Die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit verurteilt diese Aussagen und die Reaktion der SVP, die vor Scheinheiligkeit trieft.
Urzì sei nicht Teil der Koalition, behauptet SVP-Fraktionssprecher Harald Stauder. Zur Erinnerung: Es war die SVP, die Urzì zum Präsidenten der 6er-Kommission machte. Sie ist das wichtigste Gremium zur Umsetzung und zum Ausbau der Autonomie. Und es war die SVP, die die neofaschistische Partei Fratelli d’Italia in die Landesregierung holte. Seit Jahrzehnten agitiert Urzì gegen Süd-Tirol, die Freiheitskämpfer und die Autonomie.
„Wer sich jetzt über die Aussagen von Urzì wundert, leidet an politischer Demenz im Endstadium“, betont Stefan Zelger von der Süd-Tiroler Freiheit. „Die ständigen Entgleisungen von Urzì und Vize-Landeshauptmann Marco Galateo gegenüber den Freiheitskämpfern und unserem Land sind kein Zufall. Die SVP hat diesen Kräften den Weg geebnet. Sie braucht sich nicht über die Geister zu wundern, die sie selbst rief.“
Die Süd-Tiroler Freiheit wird die Erinnerung an die Freiheitskämpfer der 1950er- und 1960er-Jahre bewahren. „Josef Fontana war ein wichtiger Zeitzeuge, ein bedeutender Historiker und ein Mensch, der trotz schwerster Schicksalsschläge seinen Weg mit Haltung und Würde gegangen ist. Sein Einsatz für Süd-Tirol und sein Beitrag zur Erforschung unserer Geschichte werden unvergessen bleiben“, betont die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit abschließend.
Stefan Zelger, Mitglied der Bezirksgruppe Unterland/Überetsch und Büroleiter der Süd-Tiroler Freiheit


