Bald dürfen sich die ersten Ausländerfamilien über Gratiswohnungen in ganz Süd-Tirol freuen. Obwohl das Projekt kurz vor dem Start steht, fehlen der Landesregierung noch immer klare Antworten auf zentrale Fragen. Das zeigt die Antwort von Landesrätin Pamer auf eine Anfrage der Süd-Tiroler Freiheit. Hinzu kommt, dass die Integrationsanforderungen äußerst lasch sind oder nicht existieren.
„Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Wer kein Deutsch beherrscht, ist nicht integrierbar. Trotzdem wird nicht überprüft, wie gut die Ausländer Deutsch lernen“, betont der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll.
Und auch sonst sind die zu erbringenden Integrationsleistungen nicht geklärt. Ebenso unklar sind die zeitlichen Perspektiven. Laut Pamer kann der Bezug der Gratiswohnungen nach zwei Jahren verlängert werden. Für wie lange bleibt aber offen.
Einräumen musste die Landesrätin erneut, dass Ausländerfamilien, die den sogenannten Mindesttarif sowie die Wohnspesen für Wasser, Müll, Gas oder Strom nicht bezahlen können, Sozialhilfe beantragen dürfen. Am Ende trägt also der Steuerzahler auch diese Kosten. Welche weiteren Unterstützungsleistungen die Familien erhalten, etwa von der Caritas, wollte oder konnte Pamer hingegen nicht beantworten.
„Das Projekt ist ein Hohn für die einheimische Bevölkerung. Tausende haben bei der Volksumfrage der Süd-Tiroler Freiheit ihren Unmut über das Projekt geäußert. Diese Menschen werden ignoriert. Die meisten Einheimischen in Notlage können von Pamers Rundum-Service nur träumen“, unterstreicht der Landtagsabgeordnete Sven Knoll abschließend.
Süd-Tiroler Freiheit


