Doppelpass, Selbstbestimmung, Freiheitskämpfer: Eine Stunde lang stand Süd-Tirol am Montag im österreichischen Nationalrat im Mittelpunkt. Während die FPÖ klare Worte für Süd-Tirol fand, verloren sich die Regierungsparteien in Autonomiefloskeln. Die Süd-Tiroler Freiheit kritisiert diesbezüglich die Blockade des Süd-Tirol-Unterausschusses und warnt vor teuren Prestigeprojekten wie dem Minderheiten- und Autonomiezentrum in Bozen.
Die Süd-Tiroler Freiheit dankt den Nationalräten der FPÖ – Christofer Ranzmaier, Christoph Steiner, Dagmar Belakowitsch und Peter Wurm – für ihre unmissverständlichen Worte und ihren Einsatz für Süd-Tirol. Als Einzige betonten sie die Einheit Tirols, die Bedeutung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler, die Verdienste der Freiheitskämpfer und den hohen Stellenwert des muttersprachlichen Unterrichts.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) fiel vor allem durch substanzloses Blabla auf, während ÖVP und Grüne das SVP-Märchen von der „weltbesten Autonomie“ nachplapperten.
Dabei verhindern die Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS seit mehr als einem Jahr die Einsetzung des Süd-Tirol-Unterausschusses im österreichischen Parlament. Und es sind diese Parteien, die nun auch Kompatschers dubioses Minderheiten- und Autonomiezentrum unterstützen.
Für die Süd-Tiroler Freiheit steht fest: Der Schutz der deutschen und ladinischen Volksgruppe entsteht nicht durch Selbstbeweihräucherung in einem Autonomiezentrum. Zudem gibt es mit der EURAC bereits eine Einrichtung, die sich mit Minderheiten- und Autonomieforschung befasst. Sie erhält dafür fast 30 Millionen Euro jährlich an Steuergeld.
Entscheidend für Süd-Tirol sind wirksame Schutzinstrumente: der Doppelpass, die Schutzmachtfunktion Österreichs, starke Säulen der Autonomie und größtmögliche Selbstständigkeit gegenüber Rom. Der beste Schutz vor Italien wird aber immer sein, nicht zu Italien zu gehören!
Süd-Tiroler Freiheit.



