Die Süd-Tiroler Freiheit spricht sich aus mehreren Gründen klar gegen das Vorhaben der Landesregierung aus, den König-Laurin-Brunnen vom Magnago-Platz zu verlegen, um dort stattdessen ein Denkmal für Altlandeshauptmann Silvius Magnago aufzustellen.
Auf dem Magnago-Platz in Bozen soll ein Denkmal für Altlandeshauptmann Silvius Magnago errichtet und dafür der Laurin-Brunnen verlegt werden. Der Laurin-Brunnen war den Faschisten stets ein Dorn im Auge und musste bereits mehrfach seinen Standort wechseln. Während nun ausgerechnet dieses Denkmal erneut weichen soll, bleiben die Beinhäuser in Innichen, Gossensaß und Burgeis, das Siegesdenkmal samt Siegesplatz, das Alpini-Denkmal in Bruneck oder das Benito-Relief am Gerichtsplatz unangetastet. Von einer vergleichbaren Vorgehensweise gegenüber diesen Relikten der Faschistenzeit kann man nur träumen.
Die Süd-Tiroler Freiheit hat dazu eine Landtagsanfrage eingebracht, um zu klären, ob das Magnago-Denkmal lediglich als Vorwand herhalten muss, um dem Druck bestimmter Kreise nachzugeben und den Laurin-Brunnen zu verlegen, und warum die Denkmäler aus der Faschistenzeit weiterhin nicht angetastet werden dürfen.
Zudem muss ein Denkmal für Altlandeshauptmann Silvius Magnago in einen historischen Kontext gestellt und kritisch hinterfragt werden. Neben seinen unbestreitbaren großen Verdiensten um die Autonomie des Landes verweigerte er jedoch jegliche Unterstützung für die Selbstbestimmung Süd-Tirols. Auch sein Verhalten gegenüber den schwer gefolterten politischen Häftlingen muss kritisch hinterfragt werden.
Die Süd-Tiroler Freiheit spricht sich daher für die Beibehaltung des Status quo auf dem Magnago-Platz aus. Sehr wohl befürwortet sie die Anbringung einer Bronzetafel für Silvius Magnago, die über seinen Lebenslauf und seinen politischen Einsatz für Süd-Tirol informiert.
Süd-Tiroler Freiheit – Landtagsklub



