„Das Unterland braucht ein Wahlrecht, das die deutsche Sprachgruppe schützt, statt schwächt. Das Unterland und das Überetsch dürfen nicht geteilt werden. Wir stehen solidarisch an ihrer Seite“. Das betont die Süd-Tiroler Freiheit im Bezirk Burggrafenamt. Sie warnt vor politischen Entscheidungen, die den Einfluss der deutschen Sprachgruppe im südlichen Wahlkreis weiter zurückdrängen könnten.
Die Diskussion um den Wahlkreis zeigt, wie wichtig die geplante Wahlrechtsreform für das Unterland ist. Für die Süd-Tiroler Freiheit steht fest: „Die vorgesehene Neuziehung der Wahlkreisgrenzen führt zu einer sachlich nicht gerechtfertigten Zerschneidung des historisch, kulturell und wirtschaftlich eng verflochtenen Raumes des Überetschs und des Süd-Tiroler Unterlandes. Gerade im Unterland müssen die Besonderheiten der Sprachgruppen berücksichtigt werden. Änderungen am Wahlrecht dürfen nicht dazu führen, dass die deutsche Sprachgruppe schlechter gestellt wird“.
Auch aus autonomiepolitischer Sicht werfe die Neuregelung erhebliche Fragen auf: „Nach Auffassung renommierter Experten kann die Paketmaßnahme 111 samt dem zugehörigen Staatsgesetz über den Senatswahlkreis Bozen-Unterland im Sinne der Streitbeendigungserklärung nur im Einvernehmen zwischen Österreich und Italien geändert werden“.
Für den Bezirk Burggrafenamt ist deshalb klar: „Die Interessen des Unterlandes dürfen bei der Wahlrechtsreform nicht unter die Räder kommen. Wir stehen zum Unterland. Wir stehen zu den Menschen im Unterland. Und wir stehen zu allen Süd-Tirolern, die ihre Sprache, ihre Heimat und ihre kulturelle Identität bewahren wollen!“
Süd-Tiroler Freiheit, Bezirksgruppe Burggrafenamt



